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Franz Beutler (GND 103869948)


Daten
Nachname Beutler
Vorname Franz
GND 103869948
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Franz Beutler in der BSB

Beutler, (Franz), wurde zu München 1787 geboren, wo er sich in früher Jugend der Musik und besonders dem Klavierspielen widmete. Die Anfangsgründe auf der Violine erhielt er vom Hofmusikus Holzbauer, seine höhere Ausbildung aber beim Konzertmeister Moralt, und Hofmusikus Franz Schemenauer daselbst. Mit dem letztern begab er sich 1785 nach Wien, und nahm daselbst beim berühmten Klaviermeister Leopold Kozeluch[1] ein halbes Jahr lang Unterricht im Klavierspielen, worinn er auch sehr eminirt. Nebst diesem ist er auch ein guter Violinspieler.


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Fußnoten

  1. Er wurde 1753 zu Wellwarn unweit Prag geboren, legte schon in seinem 8ten Jahre den Grund zur Musik, indem er Unterricht im Gesange erhielt. In seinem 9ten Jahre studirte er zu Prag, und erlernte daselbst das Klavierspielen und den Contrapunkt. Im Jahre 1771 komponirte er mit vielem Glücke und Beifall Ballete für das Theater in Prag, und begab sich in der Folge nach Wien, wo er Unterricht im Klavierspielen giebt, und mehrere Konzerte, Sonaten u. dgl. für das Klavier schrieb und herausgab. Er verfertigte auch mehrere Opern; als: Le Mazet, eine französische komische Oper. Didone abbandonata, eine italienische Opera Seria, und Mose in Egitto 1787. Ferners mehrere Oratorien, Cantaten, Simphonien, Konzerte, Quartetten, Lieder u. s. w. Leopold Kozeluch ist ein sehr beliebter und angenehmer Kompositeur, und einer der ersten Klavierspieler. Sein Ruf und seine Kunst sind zu bekannt, als daß sie hier angerühmt zu werden brauchten, zumal etlich dreyßig seiner Werke dem Publikum schon durch den Grabstichel bekannt wurden, die sich durch Munterkeit und Grazie, dann die edelste Melodie, verbunden mit der reinsten Harmonie und gefälligsten Ordnung in Hinsicht auf Rhytmus, und Modulation, auszeichnen. Ernst Ludwig Gerber’s Lexikon der Tonkünstler. (Leipz. 1790.) B. I. S. 749.