Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Philipp Jakob Croph (GND 11674099X)


Daten
Nachname Croph
Vorname Philipp Jakob
GND 11674099X
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Philipp Jakob Croph in der BSB

CROPH (Philipp Jakob) Rektor am Gymnasium zu St. Anna in Augsburg; daselbst, wo sein Vater Johann Croph Gymnasial Lehrer war, am 3. September 1666 gebohren. Er bezog im April 1686 die Universität zu Jena, wo Bayer, Danz, Sagittar, Schubart, Posner, Slevogt, und Andreas Schmid seine Lehrer in der griechischen und hebräischen Sprache, in der Geschichte, Philosophie, Mathematik und Theologie waren. Im J. 1688 vertheidigte er seine Dissertation De gymnasiis Atheniensium litterariis, und übernahm dann im J. 1690 zu Regensburg eine Hofmeisterstelle. Im Jahre 1695 berief ihn das Scholarchat in Augsburg zum Lehrer der vierten Klasse an das Gymnasium zu St. Anna, und er trat daselbst mit einer Rede: De harmonia ordinis scholastici et oeconomici, sein Lehramt an. Im Jahre 1704, da Augsburg eben von den Franzosen besetzt war, übertrug man ihm das Rektorat des Gymnasiums, und er hielt am 18. Dezember seine Antrittsrede unter dem Titel: Jucunda tristium recordatio. Er wurde kaiserlicher gekrönter Dichter, und Stadtbibliothekar. In seiner glücklichen Ehe mit Regina Rosina Maria Harder Pastors Tochter von St. Anna erzeugte er 13 Kinder. Während seines Rektorats half er fünf Jubelfeste feiern: das erste im J. 1715 wegen des vor hundert Jahren errichteten Schulhauses, das zweite im J. 1717 wegen dem evangelischen Reformationsfeste, das dritte im Jahre 1722 bey dem fünfzigjährigen Dienstjubiläum des Stadtpflegers Paul von Stetten, das vierte im J. 1730 wegen der Augsburgischen Confession, und das fünfte im J. 1731 wegen des vor zwey hundert Jahren errichteten Gymnasiums. Die lateinische Gesellschaft in Jena ernannte ihn im Jahr 1739 zum Ehrenmitglied. Er starb 76 Jahre alt am 23. September 1742. Seine Schriften:

Vergl. Samuel Urlspergers Leichenrede auf Ph. J. Croph. Fol. Augsb. 1742. Jöchers Gelehrten Lexikon B. I. S. 2214. Zapfs Augsburg. Bibliothek B. I. S. 76. B. II. S. 696 u. 835. Veith Bibl. Augustana Alphab. IX. S. 26--37. Brucker Miscell. hist. philosoph. S. 513--533.

  1. 1. Ausführliche Beschreibung der Belagerung und Bombardirung der Stadt Augsburg. 4. 1705.
  2. 2. Das mit Kriegeslast gedrückte, und durch Wunderhilf erquickte Augsburg, oder wahrhafte und unpartheische Erzählung, was sich vor, in, und nach der Belagerung und Bombardirung, auch wärender Französisch-Baierischer Quatierzeit, nicht weniger bei der wunderbaren Befreyung, in dieser des heil. röm. Reichs freyen Stadt Augsburg zugetragen. Mit Kupfern. Augsb. 4. 1710.
  3. 3. Palladium pacis concordia, oder die Eintracht des Friedens Grundveste, in einem neuen Schauspiel mit der evangel. studierenden Jugend zu Augsburg, als das Gymnasium Annaeanum sein hundertjähriges Jubelfest begangen, fürstellt. 4. ebend. 1715.
  4. 4. Ludos augustales celebrans Augusta, das ist, das die Kaiserspiel feyerlich begehende Augsburg. 4. 1717.
  5. 5. Schuleinladungsschrift zum bevorstehenden, wegen der anno 1531. geschehenen Aufrichtung des Gymnasii zu St. Anna zu celebrirenden actu jubilaeo. 4. Augsb. 1731.
  6. 6. Hilaria scholastica, das ist: des Augsburgischen Gymnasii zu St. Anna anno 1731 celebrirte Jubelfreude. Mit Kupf. Fol. 1731.
  7. 7. Kurze und gründliche Erzählung von dem Ursprung, Einrichtung, und Schicksalen des Gymnasii zu St. Anna in Augsburg, und dem Leben und Schriften der darin ehemals lehrenden Professorum und Rectorum. 8. Augsburg bei Merz u. Mayr. 1740. 256 S.
Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 88 Seite 89 Nächster
Nächster
Eintrag