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Marianne Crux (GND 129463264)


Daten
Nachname Crux
Vorname Marianne
GND 129463264
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Marianne Crux in der BSB

Crux, (Marianne), geboren zu Mannheim 1772, die Tochter des berühmten Königl. baierischen Balletmeisters Peter Crux, erlernte die Singkunst bei der Hofsängerinn Dorothe Wendling in Mannheim, das Klavierspielen beim Klaviermeister Strizl in Mannheim, und auf der Violine zu spielen, bei dem ersten Violinspieler Friederich Eck in München. Sie kam i. J. 1787 nach Wien, wo sie vor dem Kaiser Joseph II. mit allem Beifalle auf der Violine spielte, und auch eben so vortrefflich sang und Klavier spielte. Im Jahre 1790 reiste sie mit ihrem Vaterach Berlin, und erwarb sich dort durch ihre Kunst große Celebrität, und allgemeine Bewunderung. Hierauf gieng sie nach Mainz, Frankfurt etc. und endlich nach Mannheim. Während sie in letzterer Stadt verweilte, erhielt ihr Vater für sie eine Anstellung als Hofsängerinn in München, und berief sie daher zurücke; allein sie nahm diese Charge auf Rath ihrer Tante Quaalenberg nicht an, und entschloß sich weitere Reisen mit derselben zu machen. Sie gieng nach London, Kopenhagen und Stockholm, wo sie sich mit einem schwedischen Ingenieur-Offizier, Gilbert mit Namen, verheirathete. Wo sie sich jetzt mit demselben aufhält, ist selbst ihrem Vater noch nicht bekannt. Diese Künstlerinn erhielt von ihrem Vater eine vortreffliche Erziehung. Sein Grundsatz war: Morgens werde das Mädchen als Mann und Nachmittags als Weib erzogen. Sie spricht und schreibt deutsch, französisch, englisch und italienisch, ist in Frauenzimmer-Arbeiten sehr geschickt, zeichnet sehr schön, und hat eine ausgebreitete Lektüre in Gegenständen über Kunst, schöne Wissenschaften, Naturgeschichte, Geographie, Geschichte u. s. w. Sie singt mit Empfindung rein und schön, und hat auf der Violine eine ungemeine Fertigkeit, besonders in Doppelgriffen, und in der schweren Applikatur. Ihr Spiel ist auf diesem Instrumente nett, und leicht, und das Adagio spielt sie mit einem Gefühle, das jeden Zuhörer zu gleicher Empfindung rührt. Im Klavierspielen hat sie ihre eigene Stärke, die jeden Kenner nicht nur befriedigt, sondern bezaubert. Neue Hamburger Zeitung. März 1807.


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