Johann Degler (GND 123193869)

Aus Personenlexika
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Daten
Nachname Degler
Vorname Johann
GND 123193869
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst

Degler, (Johann) ein Bildhauer zu München um das Jahr 1580. v. Obermayr Mspt. Er war der Lehrer des zu Weilheim geborenen Christoph Angermayr, der sich 1613 zu München fixirte, und dort als Hofbildhauer angestellt wurde. Anfangs erhielt er seinen Gehalt aus der Kabinetskasse, 1622 aber wurde ihm derselbe mit jährlich 400 fl. (der damaligen Rathsbesoldung) bei der Hofkammer angewiesen. Dieser Angermayr verfertigte für den Churfürsten Maximilian I. in den Jahren 1618 bis 1624 ein sehr schönes Münzkästchen aus Elfenbein. Mit dem Jahre 1625 erhielt er eine Zulage von jährlich 50 fl., vermuthlich als eine lebenslängliche Belohnung für das ein Jahr zuvor vollendete Kunstwerk, und so hatte also Angermayr nur um 50 fl. weniger Besoldung, als der große Peter Candido. Er starb 1633, wahrscheinlich an der Pest. Franz Ignatz Streber Gesch. des königl. Münzkabinets zu München. (München 1808) S. 16 u. 30. In den Denkschriften der Akademie der Wissensch.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler II

Degler (Johann), der Lehrmeister des Christoph Angermayr, war Bildhauer zu Weilheim, und nicht, wie im ersten Bande dieses Lexikons S. 47. angeführt worden, zu München. Stadt-Zunftbuch von München.

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