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Joh. Georg Dillis (GND 118671979)


Daten
Nachname Dillis
Vorname Joh. Georg
GND 118671979
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Joh. Georg Dillis in der BSB

Dillis, (Joh. Georg) Inspektor der königl. baier. Gallerien, dann Professor der Landschaftmalerei an der Akademie der bildenden Künste zu München, wurde zu Giebing, unweit Neumarkt an der Roth, im Salzachkreise 1760 gebohren. Er lernte die Zeichnungskunst beim ehemaligen akademischen Zeichnungsmeister Ott in München, und bildete sich sohin in der dortigen Gallerie unter der Leitung des Hofkammerraths Jakob Dorner im Porträt- und Landschaftmalen. Seine vorzüglichsten Gemälde besitzt der königl. baier. Oberforstrath Mathias v. Schilcher. Hierunter zeichnen sich vorzüglich aus: a) Prospekt von Dietramszell 71/2 Schuh lang und 41/2 hoch. b) Der Wasserfall am Kesselberg 31/2 Schuh hoch und 21/2 breit. c) Wasserfall bei Hochstadt. d) Porträt des königl. baier. Oberfinanz-Direktors Klemens Neumayr in Rembrands Manier. Porträte des Professor Drechsel in Landshut, des Mathias Schilcher, u. s. w. Der Spiegelverleger zu München, Sebastian Kircher besitzt von ihm eine Landschaft, die eine italienische Gegend vorstellt.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler II

Dillis (Georg). Bei diesem Künstler, von dem im ersten Bande dieses Lexikons S. 50. und 222. gehandelt worden, verdienen dessen Reisen noch hier nachgetragen zu werden. Im Jahre 1788 begab er sich nach der Schweiz und den Rheingegenden, mit dem jetzigen Königl. b. General-Kreiskommissar zu Passau Karl Grafen v. Preysing, wo er Prospekte nach der Natur zeichnete, und die Kunstsammlungen zu Mannheim, Frankfurt, Mainz u. s. w. besuchte. 1792 reiste er nach Wien, Prag und Dresden, und studirte in den dortigen Gallerien. Eine Reise nach Korsika unternahm er 1794 und zeichnete für den dortigen Vizekönig Elliot einige Gegenden nach der Natur, worauf er 1795 nach Rom gieng und dort für den Churfürsten von Pfalzbaiern, Karl Theodor, vier Zeichnungen: a) eine Aussicht bei Frescati; b) die Ansicht des Tempels della Concordia; c) die Cascatellen von Tivoli, und d) eine Ansicht von Crota Ferrata, welche gegenwärtig im Kabinette seiner Königl. Hoheit des Kronprinzen von Baiern in Nymphenburg hängen, verfertigte. Im Jahre 1796 flüchtete er die Gallerie von München nach Linz, und 1800 nach Ansbach, und brachte die Gemälde jederzeit glücklich zurück. Mit dem Mylord Oßulston unternahm er 1797 eine Reise nach der Schweiz, um die dortige Natur als Landschafts-Maler zu studiren. Vier Landschaften, die er dort zeichnete, befinden sich ebenfalls im Kabinette des Kronprinzen von Baiern zu Nymphenburg. -- Im Jahre 1803 erhielt Dillis den Auftrag, die beßten Gemälde aus den aufgehobenen Klöstern Baiern s für die Kgl. Gallerie auszuwählen, dem er mit aller Zufriedenheit als Kunstkenner und Künstler zum Beßten der Kunst entsprach. Mit seinem Bruder Cantius, den die baier. Regierung reisen ließ, begab er sich 1805 nach Rom, und von da mit demselben nach Paris, um das Museum und die übrigen Kunstsammlungen zu sehen und dort zu studiren. Von da reiste er 1806 mit Sr. Königl. Hoheit dem Kronprinzen von Baiern nach Italien und den mittägigen Provinzen des Kaiserreichs Frankreich bis über die Pyrenäen, bei welcher Gelegenheit er für das Reise-Journal des Kronprinzen einhundert Zeichnungen nach der Natur verfertigte. Im Jahr 1807 kam Dillis nach München zurück. Zum drittenmal begab sich 1808 dieser Künstler nach Rom, um Gemälde und Kunstsachen zu kaufen, worunter sich des ersten Malers, Raphaels Sanzio d’Urbino, Porträt, von diesem Künstler selbst vortrefflich gemalt, dann eine Madonna von Joh. Baptist Salvi, genannt Sassoferrato, auszeichnen.


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