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Egidius Fischer (GND 129768405)


Daten
Nachname Fischer
Vorname Egidius
GND 129768405
( DNB )
Wirkungsgebiet Religion


BSB Egidius Fischer in der BSB

FISCHER (Egidius), gewesener Beneficiat und baierischer Schulrektor zu Mindelheim, nun Weltpriester, kurfürstl. Schulinspektor zu München, und Pfarrer der Vorstadt Au zu München. Er war Iesuit, wurde nach Aufhebung des Ordens zu Mindelheim Normalschullehrer, und endlich, in Rücksicht seiner im Schulwesen bewiesenen Kenntnisse, Rektor des kurf. teutschen und lateinischen Schulwesens in der bair. Herrschaft Mindelheim. Nachdem er 24 Iahre lang an der Seelsorge gearbeitet, und 13 Iahre lang dem Staate im Erziehungsfache gedient hatte, fiel er im Iahr 1790 -- wegen einiger am unrechten Orte angebrachter und unüberlegter Ausdrücke -- in Inquisition, wurde gefangen gesezt, und nach einem langen Arreste von München nach Augsburg über die baierische Gränze mit ewiger Landesverweisung gebracht. Er irrte nun eilf Iahre im Auslande herum, während welcher Zeit er einen tadellosen Lebenswandel mit immerwährender Thätigkeit führte, und erhielt in dieser Rücksicht nicht nur von der gegenwärtigen Regierung die Erlaubniss, nach Baiern zurückzukehren, sondern auch die Anwartschaft auf ein Beneficium. Im Iahr 1804 wurde er Pfarrer in der Vorstadt Au zu München.

Er gab heraus:

Aufsätze und Nachrichten in dem baierischen Zuschauer (München), 1779--1782.

Rede bey der Prämienaustheilung, 4. Mindelheim 1783.

  • Schulbüchel für Anfänger oder Trivialschulen, ebend 1784.
  • Schulbuch für die Normalschule, 8. ebendas. 1787.

Anonyme Schriften.

Der Stand und die Leiden des Seelsorgers, geschildert nach der Natur. Ein Noth -- und Hulfsbüchlein für alle, welche sich dem geistlichen Stande gewidmet haben, oder noch widmen wollen. Nach Parochus duodenario onere pressus neu bearbeitet. Nebst einem Anhange: der in der Seelsorge arbeitende Priester, der grösste Menschenfreund, 8. Linz und Leipzig 1802, 206 S.

S. Obert. ALZ. 1804. Ian. S. 12--16.
  • Gregorius Schlaghart und Lorenz Richard, oder die Dorfschulen zu Langenhausen und Traubenheim, verfasst von I. F. Schlez (Originalaufl. Nürnberg b. Felsecker, 2 Hälften 1795, 8.) und für Baiern bearbeitet von einem Schulfreunde. In 3 Hälften, München im kurfürstl. teutschen Schulbücherverlage, 8. 1803, 404 S.
Nachrichten von seinen Schiksalen; in der oberteut. ALZ. 1804. Febr. S. 381--374, und S. 397--399.
S. Eigne Sammlungen. Meusels gel. Teutschl. 5te A. B. II. S. 335. Zusätze zum Münchner Intelligenzbl. 1783, S. 69--72. Münchner Intelligenzblatt 1783, S. 401. Annalen theolog. von Rinteln 1791, Beil. 8. S. 118. Bronners Leben B. III. S. 18--19. Obert. ALZ. 1791, II. S. 479. Bair. Regierungsblatt 1803, St. 22, S. 351.


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