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Kaspar Hasler (GND 129473634)


Daten
Nachname Hasler
Vorname Kaspar
GND 129473634
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Kaspar Hasler in der BSB

Hasler, (Kaspar), Organist zu Nürnberg, und Bruder des Vorigen. Er hat Simphoniae sacrae[1] von 4, 5 bis 16 Stimmen 1598 drucken lassen, und dieselben dem Octavian II. von Fugger gewidmet. Als Organist wurde er 1587 angestellt, und starb 1618. Doppelmayr am a. O. S. 214.


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Fußnoten

  1. Simphonien, deren Benennung einige vom Worte Sumphoneia, ein altes hebräisches Blasinstrument, welches flötenartig gewesen, und andere von der symphonischen Tonart der alten Griechen herleiten, und eigentlich nach dem Aristoteles Einklang heißt, sind von dreierlei Gattungen: a) Opern-Simphonien (Ouvertüren); b) Kirchen-Simphonien, und c) Kammer-Simphonien. Sulzer in seiner allgemeinen Theorie der schönen Künste sagt von denselben: Die Simphonie ist zu dem Ausdrucke des Großen, des Erhabenen und Feierlichen vorzüglich geschickt. Ihr Zweck ist den Zuhörer zu einer wichtigen Musik vorzubereiten, (Ouvertür bei Opern,) oder in einem Kammerkonzerte aller Pracht der Instrumentalmusik aufzubieten. Soll sie dem Endzwecke vollkommen Genüge leisten, und ein mit der Oper- oder Kirchenmusik, der sie vorhergehet, (das kann nur der Fall bei Oratorien oder Cantaten seyn, denn sonst wird in katholischen Kirchen bei einer Messe die Simphonie vor dem Evangelium aufgeführt) verbundener Theil seyn, so muß sie neben dem Ausdrucke des Großen und Feierlichen noch einen Charakter haben, der den Zuhörer in die Gemüthsverfassung setzt, den das folgende Stück im Ganzen verlangt, und sich durch die Schreibart, die sich für die Kirche oder das Theater schickt, unterscheiden. Die Kammersimphonie, die ein für sich bestehendes Ganzes, das auf keine folgende Musik abzielt, ausmacht, erreicht ihren Zweck nur durch eine volltönige, glänzende und feurige Schreibart. Die Allegros der beßten Kammersimphonien enthalten große und kühne Gedanken, freie Behandlung des Satzes, anscheinende Unterordnung in der Melodie und Harmonie, stark markirte Rhytmen, von verschiedener Art, kräftige Baß-Melodien und Unisoni, koncertirende Mittelstimmen, freie Nachahmungen, oft ein Thema, das nach Fugenart behandelt wird, plötzliche Uebergänge und Ausschweifungen von einem Ton zum andern, die desto stärker frappiren, je schwächer oft die Verbindung ist, starke Schattirungen des Forte und Piano, und vornehmlich des Crescendo, das, wenn es zugleich bei einer aufsteigenden und an Ausdruck zunehmenden Melodie angebracht wird, von der größten Wirkung ist.-- Ein solches Allegro in der Simphonie ist, was eine pindarische Ode in der Poesie ist; es erhebt und erschüttert, wie diese, die Seele des Zuhörers, und erfodert denselben Geist, dieselbe erhabene Einbildungskraft, und dieselbe Kunstwissenschaft, um darinn glücklich zu seyn.In Kammersimphonien ist Joseph Haydn einer der ersten Meister unserer Zeit. Noch giebt es Simphonien, die etwas schildern, und gleichsam ein Bild mit Tönen malen, z. B. Jagdsimphonien, kriegerische Simphonien, und eine Feuersbrunst, eine Schlacht u. s. w. darstellen.