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Dominik Köstler (GND 129492051)


Daten
Nachname Köstler
Vorname Dominik
GND 129492051
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Dominik Köstler in der BSB

Köstler, (Dominik), wurde 1756 am 4 Aug. zu Stadt Kemnath (jetzt im Mainkreise) geboren, wo sein Vater Bürger und Färbermeister gewesen. In dieser seiner Vaterstadt lernte er beim Rektor Bartholome Obermayr die Anfangsgründe der lateinischen und deutschen Sprache, dann der Singkunst und das Violinspielen, kam dann als Sopranist zum Stadtpfarr Chorregenten Joseph Löhlein in Amberg, und studirte daselbst die untern Gymnasial-Klassen. Da er Gelegenheit hatte auf dem Pfarrchore sich in der Musik mehr auszubilden, und nebst dem Gesange sich auch auf der Violine und dem Contrebasse zu vervollkommnen, so wurde er in den höhern Schulen in das Seminar zu Amberg aufgenommen, wo er in der Folge auch Baßsänger geworden. Da 1780 der Rektors-Dienst zu Auerbach durch den Tod des Vitus Hellmuth, eines gebornen Franken, erlediget wurde, so erhielt Köstler diesen Dienst, zu dem er, die erforderlichen Kenntnisse zu haben, allgemein anerkannt war. Beim Antritte dieses seines Amtes fand er einen guten und gründlichen Organisten an dem Anton Peierl; allein an soliden Violinspielern mangelte es, da der Thürmermeister Gabriel Peißner nicht alles zu leisten vermochte, und dessen Sohn Joseph auf Reisen seine musikalische Ausbildung zu erhalten suchte. Ein Handelsmann von Auerbach Ignatz Krumb war ein wahrer Wohlthäter für die Kirchenmusik; er spielte nicht nur die Violine, sondern kaufte viele schöne Musiken aus seinen Mitteln für den Musikchor, wodurch nach und nach Kobrich’s Musiken verdrängt wurden, und ein besserer Geschmack aufblühte. Die Bürger Niklas Häuler, aus Böhmen gebürtig, und der Wundarzt Georg Wolf sangen, und die Thürmergesellen besorgten die Waldhörner und Trompeten. Köstler war auf Verbesserung der Musik bedacht, und unterrichtete mehrere Knaben nicht nur in der Singkunst, sondern eiferte dieselbe auch an, die Flöte und die Klarinette blasen zu lernen, die nun als erwachsene Männer und Bürger des Städtchens Auerbach sich fortbeeifern bei feierlichen Kirchendiensten zur Ehre Gottes das ihrige beizutragen. Hierunter zeichnen sich vorzüglich die Bürger: Joseph Felner, Gastwirth; Heinrich Luber, Tuchscheerer; Niklas Bräuntl, ein Töpfers Sohn, und Joseph Käufler, aus. Der nunmehrige Organist Stephan Grüner, dann der Thürmermeister Jos. Peißner, der sich auf der Violine, und verschiedenen Blasinstrumenten sehr vortheilhaft auszeichnet, verdienen hier ebenfalls einer ehrenvollen Erwähnung. Seit der Organisirung des Königl. Bürger-Militärs (jetzt Nationalgarde 3ter Klasse) erwacht im Städtchen Auerbach ein allgemeiner Geist der Musik, und da viele junge Leute Blasinstrumente für die türkische Musik erlernen, so läßt sich vieles Gedeihliche für die Tonkunst erwarten.


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