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Franz Anton Leitenstorfer (GND 118572504)


Daten
Nachname Leitenstorfer
Vorname Franz Anton
GND 118572504
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Franz Anton Leitenstorfer in der BSB

Leitenstorfer, (Franz Anton) geboren zu Reiti (im Innkreise des Königreichs Baiern) 1722, lernte anfangs bei Rubento Mayr, einem Maler zu Innsbruck, dann bei Rieb, ferner bei Paul Troger zu Wien, und bei Piazetta in Venedig[1], endlich aber 5 Jahre zu Rom in des Conca[2] Schule. Er malte verschiedene große historische Blätter für Kirchen und Palläste zu Innsbruck, Mainz u. dgl. Seine vornehmste Kunst bestehet in genauer Nachahmung von Basreliefs, die er aus Marmor, Bronce, Steinen Stucko u. s. w. mit täuschender Aehnlichkeit vorzustellen wußte. In dieser Art ist die königl. Hofkapelle zu Innsbruck ein Meisterstück. Leitenstorfer war 1772 Professor an der Künstlerakademie zu Mannheim.


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Fußnoten

  1. Die venetianische Schule, nach der sich Leitenstorfer bildete, ist unter den Schulen der Malerkunst diejenige, die sich durch einen großen Geschmack im Kolorite hervorgethan hat. Die Lebhaftigkeit sowohl, als die Wahrheit der Farben, die vollkommene Austheilung des Lichts und Schattens, die Kühnheit des Pinsels, der wahre Ton der Natur, sind vorzügliche Eigenschaften dieser Schule, die aber weniger Größe und weniger Richtigkeit der Zeichnung hat, als die römische oder lombardische Schule. Titian ist der erste Meister dieser Schule und der größte Kolorist. Tintoret und Paul von Verona gehören ebenfallss in diese Schule; von den neuern aber Tiepolo, Pellegrini, Piazetta, Lazarini, Molinari, Celesti, Bombelii, Liberi, Sulzer’s allgem. Theorie der schönen Künste. Descrizione di tutte de publiche pitture della citta di Venetia ed Jsole circonvicine. (Venet, 1733.) J. D. Fiorillo Geschichte der zeichn. Künste. (Göttingen 1801.) Th. II. S. 1--203.
  2. Sebastian Conca, ein berühmter Maler von Gaetta und Schüler des Franz Solimena, Er hielt zu Rom eine Zeichnungsschule, und starb 1764 im 85sten Jahre seines Alters. Seine Zeichnung ist richtig, und sein Kolorit gut. Domenici, Vite de Pittori, Scultori et Architetti Napolitani. (Napoli 1742.) T. III. p. 664.