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Christoph Thomas Schäfler (GND 118754270)


Daten
Nachname Schäfler
Vorname Christoph Thomas
GND 118754270
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Christoph Thomas Schäfler in der BSB

Schäfler (Christoph Thomas), verließ den Jesuitenorden und wurde ein guter Oel- und Freskomaler[1]. Die Gemälde im ehemaligen Kloster zu St. Ulrich in Augsburg, wo er sich fixirte, zeugen von seinem Künstlertalente. Auch zeichnete er vieles für die dortigen Kunsthändler. Er starb daselbst in seinem 56. Lebensjahre 1756. v. Stetten Br. 9. In der ehemaligen Klosterkirche zu Ettal ist das Altarblatt: der sterbende Benedikt; und in der Kapuzinerkirche zu Eichstädt sind drei Altarblätter: die Urstende Christi, Joseph und Anton von Padua von ihm gemalt, dann in der dortigen Walburgenskirche: der heil. Johann von Nepomuk. Zu Regensburg ist das Plafond: Scenen aus der Lebensgeschichte Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunegunde, in der alten Kapelle von ihm in Fresko gemalt. Franz Joseph Degle war ein Schüler von ihm. In Ingolstadt sind im marianischen Kongregationssaale vier Seitengemälde von seinem Pinsel.


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Fußnoten

  1. Fresko nennt man die Art zu malen, welche auf eine frisch mit Mörtel überworfene Mauer geschieht. Man muß hierzu Farben nehmen, welche die Schärfe des Kalkes nicht ändert, und die man mit Kalkwasser anreiben darf. Weil die einmal gemachten Pinselstriche auf der Mauer sich nicht mehr verbessern lassen, so muß der Maler sowohl im Zeichnen als in der Färbung eine große Gewißheit und Sicherheit haben. Man pflegt deßwegen bei wichtigen Gemälden erst Cartone zu machen, um hiernach die Zeichnung auf der Mauer anzudeuten. Die Striche müssen mit Freiheit und Geschwindigkeit gezogen werden. Die verschiedenen Tinten dürfen nur neben einander gesetzt werden. Hat man einige Stellen nochmals zu berühren, um einige dunckle Parthien zu verstärken; so muß man warten, bis die erste Farbe getrocknet ist. Am besten werden die Schatten und dunklen Farben durch Schraffirung mit dem Pinsel verstärkt. Sulzers Theorie der schönen Kunste. Joach. v. Sandrart deutsche Akademie der Bau-Bildhauer- u. Malerkunst. B. I. S. 64. S. Quaglio (Joseph) in der Note.