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Alois Thurner (GND 129367672)


Daten
Nachname Thurner
Vorname Alois
GND 129367672
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Alois Thurner in der BSB

Thurner (Alois), wurde zu München geboren und lernte anfangs die Faßarbeiten, nämlich vergolden, versilbern und auf Marmorart malen. Endlich kam er zum Hofmaler Balthasar Augustin Albrecht in die Lehre, wo er historische Gemälde und Ornamente zu malen anfieng; allein nur in letzterer Gattung einige bedeutende Fortschritte machte. Thurner half in der Kgl. Residenz zu München den neuen Kaisersaal, dann das Operntheater dekoriren, und wurde sohin nach der Prämonstratenser-Abtei Scheftlarn berufen, wo er in dortiger Kirche die Altäre und Statuen vergoldete, marmorirte, und überhaupt die Kirche schön dekorirte. Sein besonderes Verdienst bestand darin, daß er Statuen auf Alabaster- oder weißer Marmor-Art fassen konnte, ohne daß dieselben in der Folge ihre weiße Farbe verloren und gelb wurden, und sein Geheimniß hierin war, daß er statt des Bleiweißes fein geriebenen Alabaster als Farbe brauchte, und sehr reinen Firniß nahm. Der Prälat des genannten Klosters, Felix Gege, nahm diesen Thurner als Kammerdiener an, und das Kapitel versicherte ihm wegen seiner bei Dekorirung der Kirche sich erworbenen Verdienste eine lebenslängliche Versorgung. Als das Kloster aufgehoben wurde, erhielt er eine Pension und begab sich dann in seine Vaterstadt zurück, wo er im 83. Jahre seines Lebens 1806 gestorben ist.


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