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Beda Aschenbrenner (GND 124557104)


Daten
Nachname Aschenbrenner
Vorname Beda
GND 124557104
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion, Kunst


BSB Beda Aschenbrenner in der BSB

ASCHENBRENNER (Beda) Benediktiner Abt zu Oberaltaich. Was ich von diesem Schriftsteller in meinem gelehrten Baiern 1801. S. 42. sagte, war zwar aus seinen eigenhändigen Briefen an mich genohmen, doch nur ein bis zum Jahre 1802 reichendes Fragment; daher ich nun diesen Artikel hier vollständig gebe. Aschenbrenner wurde den 6. März 1756 zu Vielreich, einem Einödhofe bei Haselbach Landgerichts Mitterfels (im Unterdonaukreise) gebohren, studirte in Erding bei den Bartholomäern die Inferiora, und zu Freysingdie Philosophie, aus welcher er öffentlich defendirte. Am 15. Oktober 1775 trat er zu Oberaltaich in den Benediktinerorden, in welchem er, nach abgelegten Gelübden, Theologie und Kirchenrecht absolvirte, und am 20. Mai 1780 zum Priester ordinirt wurde. Im J. 1781 kam er als Professor der Dichtkunst nach Neuburg an der Donau, 1784 in gleicher Eigenschaft nach Straubing, und 1786 in sein Kloster zurück, wo er im nämlichen Jahre Lehrer des Kirchenrechts, und 1788 Lehrer der Kirchengeschichte wurde. Im J. 1790 folgte er dem Rufe an die Universität nach Ingolstadt als ordentl. Professor des Kirchenrechts, wurde Doktor beyder Rechte, Kurfürstl. geistlicher Rath, und Beisitzer des Spruchkollegiums der auswärtigen Rechtshändel. Am 27. September 1796 wurde er in seinem Stifte Oberaltaich zum Abten erwählet. Er war seit Errichtung dieses Klosters der drey und fünfzigste, aber auch der letzte Prälat, da dasselbe im J. 1803 mit den übrigen Baierischen Stiftern und Klöstern aufgehoben ward. Seit diesem wohnte Aschenbrenner zu Haselbach, dann zu Straubing, und wählte 1808 Ingolstadt zum Aufenthaltsorte, wo er den 24. Julius 1817 gestorben ist. Er besaß viele gelehrte Kenntniße, und war immer thätig, und wohlthätig. Durch sein Testament erhielten die Schulen ein Legat von dreihundert, und die Armen tausend Gulden. Ausser Gymnasial-Prüfungsgegenständen, von 1782 bis 1786 zu Neuburg und Straubing gedruckt sind seine Schriften:

Vergl. Meusel’s gel. Teutschl. B. I. S. 98. B. XI. S. 23. u. B. XIII. S. 38. Bock’s u. Riederer’s Sammlung von Bildnißen gel. Männer 1803. Heft 25. Koppe Lexikon der jetztleb. jur. Schriftsteller 1793. S. 16. Zeitschwingen 1818. n. 30. Felder’s u. Waitzenegger’s Gel. Lexikon B. I. S. 11--15 u. B. III. S. 469. Felder’s Lit. Zeitung für kath. Rel. Lehrer 1818. Int. Bl. n. 2. S. 19. Mastiaux Lit. Zeitung für kath. Rel. Lehrer 1819. 1. S. 296 --298.

  1. 1. Eine Fastnachtspiece (satyrische StudentenSchlittenfahrt). 4. Neuburg 1784.
  2. 2.* Aufklärungs Almanach für Aebte und Vorsteher katholischer Klöster. 8. Nürnb. b. Grattenauer 1784. 112 S. Nachtrag u. s. w. eb. 1784. 128 S. [1]
  3. 3. Elementa praelectionum canonicarum. Pars I. et II. Straubing 8. 1786. 159 S. Pars III. Jus ecclesiast. privatum dilucitans. 8. Ratisbonae 1788. 154 S.
  4. 4. Breviarium historiae ecclesiasticae. 8. Ratisbonae typis Lang. 1789. 205 S. [2]
  5. 5.* Meine Gedanken über die gründliche Entwicklung der Dispens u. Nuntiatur Streitigkeiten, zur Rechtfertigung der vier teutschen Erzbischöfe, wider die Anmassungen des Römischen Hofes. 4. Mannheim 1789. 336 S. [3]
  6. 6. Sätze aus dem Kirchenrechte, zur Abhandlung des Hrn. v. Degen: De jure patronatus excelso etc. Ingolst. 1792.
  7. 7.* Rom, nicht Teutschland, begünstiget die Klausel von der fünfjährigen Andauer im Costnitzer Konkordat. 4. (Nürnb. b. Grattenauer). 1793. 84 S. [4]
  8. 8. Commentarius de obligatione, quae nationi Germanicae incumbit Concordata Aschaffenburgensia et annex. servandi. 4. Ingolst. 1796. 99 S.
  9. 9. Anhang zur fünften Lieferung der Präliminarien eines neuen Landtages in Baiern. Auch unter dem Titel: Commentar über die Frage: ist das Kirchengeräth ein Theil des Privateigenthums der Klöster und Kirchen. 8. Straubing 1801. 132 S. [5]
  10. 10. Was ich überhaupt in den Klöstern geändert wünschte. 8. Landshut b. Krüll 1802. 110 S. [6]
  11. 11. Pflichtmäßige Zurechtweisung des Verfassers der Piece: Ueber die Verwendung einiger Klostergüter zu Bildungs und Wohlthätigkeitsanstalten. 8. ebend. 1802. 192 S.
  12. 12. War Mitarbeiter an Felder’s neuem Magazin, und an dessen Literaturzeitung für kathol. Religionslehrer.
  13. 13.* Der Mönch hört mit dem Mönchthum auf, oder die Gelübde gehen mit den Klöstern ein. 8. Landshut 1805. 124 S. [7]
  14. 14. Supplik an Max Joseph IV. Kurfürsten in Baiern von unangestellten Exreligiosen. 8. Straubing 1805. 34 S.
  15. 15. Kurze Berichtigung des Gegenstücks zur Supplik von unangestellten Exreligiosen. 8. Landshut 1806.
  16. 16. Ode auf Max Joseph I. König in Baiern. 8. Straubing 1806.
  17. 17. Unter seinen vielen Handschriften fanden sich: Vorlesungen über die Poesie, nach allen ihren Zweigen, in 2 Bänden. Gedichte, in allen Gattungen von Sylbenmaas. Praelectiones in jus eccles. univ. latein. und teutsch. Vorlesungen über die Rechts Geschichte. Necrologium Benedictinorum Oberaltacensium sub Beda abbate. Historia literaria Oberaltacensis inde a Sec. XII. adusque nos. Memorabilien, einer reiferen Nachwelt geweiht. Gelegenheits u. Amts Reden.
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Fußnoten

  1. s. Allg. t. Bibl. B. 61. I. S. 230.
  2. s. Obert. Lit. Z. 1789. II. S. 638.
  3. s. Bibl. d. neust. jur. Lit. B. III. St. I. S. 92.
  4. s. Obert. Lit. Z. 1793. II. S. 623. Neue allg. t. Bibl. B. 21. II. S. 308.
  5. s. Keysers Annalen d. baier. Lit. 1802. St. 44.
  6. s. Würzb. gel. Z. 1802. S. 507. Obert. Lit. Z. 1803. I. S. 232.
  7. s. Obert. Lit. Z. 1805. I. S. 1102. Hall. Lit. Z. 1807. n. 277. S. 915.