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Joseph Bucher (GND 129100854)


Daten
Nachname Bucher
Vorname Joseph
GND 129100854
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Joseph Bucher in der BSB

Bucher, (Joseph) ein Maler, ward zu München den 13. März 1711 geboren. Er kam frühzeitig zu dem damals sehr berühmten Maler Paskal, bei dem er das Miniaturmalen lernte. Er gieng auf Reisen, und wurde zu Frankfurt bei der dortigen Reichs Kanzlei als Wappen- und Diplomenmaler von Kr. Karl VII. aus Baiern angestellt. Hierauf erhielt er die nämliche Stelle zu München unter Churfürst Maximilian III. woselbst er den 11. Junius 1775 starb. Er malte Portraite in Miniatur mit vieler Kunst, und machte auch Versuche im Oelmalen. Westenrieder S. 341 u. 365. Unter seiner Anleitung wurden viele herrschaftliche Schlösser dekorirt, und nach damals herrschendem Geschmacke eingerichtet. Churfürst Maximilian III. schäzte die Arbeiten seiner Hand, und ließ sich von ihm ein ganzes Kabinet mit Miniaturgemälden zieren. Auch für den Herzog Klemens von Baiern malte er mehrere Kabinetsstücke. Seine Portraite bairischer Landstände hat Zimmermann in Kupfer gestochen, und in seinen geistlichen Kalender von Baiern herausgegeben. Für das churbaierische Militär malte er transparente Regimentsfahnen, die man in heißes Wasser tauchen konnte, ohne daß sie an der Farbe, oder am Glanze verloren. Des Marées und Albrecht waren seine Freunde. Der Tod überraschte diesen würdigen Künstler, als er eben einen Hund malte. Da ihm die Augen plözlich trübe wurden, fragte er seinen Sohn Anton, nunmehr königl. baier. geistlichen Rath und Pfarrer zu Engelbrechtsmünster, ob das nicht eine Katze wäre? und ahndete sogleich sein nahes Ende. Nach Verfluß einer Stunde schied er in eine bessere Welt, ruhig und sanft, wie sein Leben dahin floß. J. G. Winter malte 1747 sein Portrait in Oel, das oben genannter geistliche Rath Anton Bucher noch besizt. Lavokat Handwörterbuch. (Ulm 1794) Th. II.


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