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Burkhard (GND 129859044)


Daten
Nachname Burkhard
Vorname
GND 129859044
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Burkhard in der BSB

Burkhard, ( ), ein Orgelmacher zu Nürnberg. Er baute daselbst in der Sebalds-Kirche 1474 eine Orgel[1], die ihm große Celebrität erwarb, weßwegen er nach vielen großen Städten gerufen wurde, um ebenfalls Orgeln zu bauen. Doppelmayr hist. Nachrichten von Nürnbergischen Künstlern und Mathematikern etc.


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Fußnoten

  1. Der erste Ursprung der Orgeln überhaupt scheint in den Sackpfeifen (tibia utricularis) gegründet zu seyn, und ist in Gräcien zu suchen, wo es Windorgeln (Πολύαυλος) und Wasserorgeln (ϒδϱαυ. λος) gegeben. Vitruvius de architectura L. I. cap. 11-13. Blanchinus de tribus generibus instrumentorum vet. mus. p. 23 Wer ihr Erfinder gewesen, ist unbekannt. Polydor. Virgil. de invent. rer. L. III. c. 18. obwohl einige den Archimedes als den Erfinder der Wasserorgeln nennen. Eine Windorgel (ΠνευσΧϰα) überschickte 756. Constantin IV. dem Pipin, und so kam die erste Orgel nach Deutschland. Um diese Zeit waren die Orgeln schon in Baiern nicht nur bekannt, sondern es gab in diesem Lande auch Künstler, die Orgeln verfertigen und spielen konnten, daher Pabst Johann VIII. dem Bischof Arno von Freising schrieb, er mochte ihn einen solchen Künstler schicken. Meine Geschichte der Baiern etc. (München 1799.) B. I. S. 28. und mein baierisches Künstler-Lexikon (München 1810.) B. II. S. 108. Aber erst im 14ten Jahrhunderte wurde der Gebrauch der Orgeln in Deutschland allgemeiner, und dieselben vorzüglich in den Kirchen aufgestellt, und zum Kirchengesang gebraucht. Anfangs hatten die Orgeln nur zwei Octaven, und ihre Mechanik war so schwerfällig, daß man die Tasten mit den Fäusten schlagen mußte, daher Orgel schlagen. Endlich baute man sie leichter, und konnte sie dann mit den Fingern spielen. In der Folge erhielt sie Vergrößerung, Verbesserung, Register, Zinnpfeiffen, mehrere Octaven u. s. w. Um das Jahr 1470 erfand Bernhard, ein Deutscher, das Pedal Venedig, und Christian Förner im 17ten Jahrhundert die Windwage, wodurch bei allen Bälken ein gleicher Winddruck erhalten wird. Abbe Vogler beschäftigt sich gegenwärtig mit Verbesserung des Orgel-Mechanismus. Forkel’s allg. Gesch. d. Musik. B. I. S. 416. §. 5. u. 475. §. 192. H. Chr. Koch musikalisches Lexikon (Frkft. am Main 1802.) B. II. S. 1103. Schurzfleisch Antiq. Eccles. controv. XIX. §. 4. 9. 13. et 16. Joh. Niklas Forkel’s allgem. Gesch. der Musik (Leipz. 1801.) B. II. §. 79--93. S. 362--374. dann §. 67. S. 735.