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Anton Ioseph Carl (GND 104336560)


Daten
Nachname Carl
Vorname Anton Ioseph
GND 104336560
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Anton Ioseph Carl in der BSB

CARL (Anton Ioseph), der WW. und AG. Dr., Mitglied der kurf. Akademie der Wissenschaften zu München, Professor der Botanik und Entbindungskunst, und Universitäts Senior zu Ingolstadt. Er wurde am 3ten Aug. 1725 auf dem Gute Edenhof bey Benediktbeuren geboren, studirte die untern Klassen und die Philosophie zu Freysing, dann die Arzneywissenschaft zu Ingolstadt, wo er 1749 Doktor wurde. Er gieng noch im nämlichen Iahre auf Reisen, brachte einige Zeit zu Strassburg und in Paris zu, und kehrte im Iahr 1753 in sein Vaterland zurük. Im Iahr 1754 wurde er zum öffentlichen Lehramt nach Ingolstadt berufen, und (an den Platz des in Ruhestand versezten Professors Christophorus Emman. Härtel) als Professor der Chemie, Arzneymittellehre und Botanik angestellt. Er fügte diesen Lehrämtern selbst die Experimental -- Naturlehre bey, welche er nicht nur an der Universität zu Ingolstadt zuerst einführte, sondern auch mehrere Iahre lang öffentlich lehrte. In der Folge tratt er die Chemie und Arzneymittellehre an Prof. Rousseau ab, und übernahm dafür den Lehrstuhl der Entbindungskunst. Er vereheligte sich im Iahr 1759 mit Maria Iohanna Ecker von Bastberg in der Oberpfalz, mit welcher er mehrere Kinder erzeugte, die doch alle vor ihm starben. Die kaiserl. Akademie der Naturforscher, die kurbaierische Akademie der Wissenschaften, dann die ökonomischen Gesellschaften zu Burghausen und in der Oberlausiz machten ihn zu ihrem Mitgliede. Er starb am 21sten März 1799 im 74sten Lebensjahre, und Prof. Peter Theod. v. Leveling hielt die akademische Leichenrede.

Seine Schriften sind:

Dissertatio de ignis gravitate, 4. Ingolstadii 1749.

Dissertatio de antispasi, 4. ibid. 1756.

Zymotechnia vindicata et applicata, 4. ibid. 1759.

Dissertatio de palingenesia, 4. ibid. 1759.

Dissertatio de oleis, 4. ibid. 1760.

Botanisch-medicinischer Garten, worin die Kräuter in nahrhafte, heilsame und giftige eingetheilt sind, 8. Ingolstadt 1770, 469 S.

S. Reg. gel. N. 1769, S. 387. ADB. 14 B. S. 540, und B. 18. S. 570.

Dissertatio physico-chemica de igne et gravitate calcis metallicae, defendente Ioh. Nep. Becher, 4 Ingolst 1772, 36 S.

Abhandlung von dem Gesundbrunnen Heilbrunn in Oberbaiern; in den Abhandlungen der kurbair. Akad. der Wiss. B. II. S. 199--231.

Abhandlung von dem Sulzerbrunnen in Oberbaiern; ebendas. S. 232--246.

S. Eigne Sammlungen. Privat-Nachrichten. Hambergers gel. Teutschl. 1772, S. 97. Meusels gel. Teutschl. 3te A. B. I. S. 146. 4te A. 5te A. B. I. S. 550. Mederers annal. akad. Ingolstad. B. III. S. 229, 238, 257, 259, 267 und 317. Elwerts Nachr. von iztlebenden teutschen Aerzten, B. I. Schranks Reise nach den südl. Gebürgen von Oberbaiern 1793, S. 56. AL. Anzeiger 1800, Mai S. 720.


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