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Nikolaus Alban Förtsch (GND 120054140)


Daten
Nachname Förtsch
Vorname Nikolaus Alban
GND 120054140
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion


BSB Nikolaus Alban Förtsch in der BSB

FÖRTSCH (Nikolaus Alban) Professor zu Würzburg; daselbst am 27. Junius 1773 gebohren. Er studirte daselbst, wurde 1791 Doktor der Philosophie, kam 1793 in das geistliche Seminar, erhielt 1796 die Priesterweihe, und widmete sich dann als Kaplan zu Gaurettersheim und Unterwittighausen der Selsorge, in welchem Wirkungskreise er auch besonders den Schulunterricht unterstützte und verbesserte. Im Jahr 1799 kam er als Kaplan an das Julius Spital zu Würzburg, wurde an der Universität Privatdocent, und Doktor der Theologie, dann 1809 Professor der biblischen Exegese, und der orientalischen Sprachen. Er zeichnete sich durch viele gelehrte Kenntniße aus, sagte und schrieb seine eigene Meynungen sehr freymüthig, war aber äußerst bescheiden in Beurtheilung von den Meynungen Anderer. Es wäre von seinen Talenten und seinem Fleiße noch manches nützliche literarische Produkt zu erwarten gewesen, wenn ihm der Himmel ein längeres Leben beschieden hätte. Allein er starb den 2ten Mai 1813 an einem Nervenfieber. Seine Schriften:

  1. 1. Theses ex universa Theologia. 8. Wirceb. 1797. Diese, blos zum Vertheilen bey der Disputation pro laurea gedruckten Theses wurden von einer am 16. August 1805 zu Rom gehaltenen Kardinals Congregation verbothen.
  2. 2. Versuch einer Lebensgeschichte des geistlichen Raths, Pfarrers und geistlichen Vorstehers des Juliusspitals Johann Baptist Deppisch. 8. Würzb. und Bamberg b. Göbhart. 1801. 80. S. Stand vorher zum Theil in den Neuen Würzburg. gel. Anzeigen 1800. S. 177--185.
  3. 3. Historia ecclesiae christianae antiquissimae, selectis Classicorum latinorum locis illustrata; Tentamen historicum. 8. Wirceburgi typis Sartorius. 1804. 55 S. [1]
  4. 4. Worin sind die guten Erziehungsanstalten des Fürstenthums Würzburg noch zu verbessern? Beantwortet in zwey gekrönten Preisschriften von N. A. Förtsch u. Georg Ludwig. 8. Würzb. und Bamb. 1808. [2]
  5. 5. Biographie des Weihbischofs Andreas Jos. Fahrmann zu Würzburg; in Schlichtegrolls Nekrolog der Teutschen für das 19te Jahrhundert 1802. B. I. S. 63--100.
  6. 6. Biographie des geistl. Raths und Spitalpfarrers Straulino; in der Bamberger theolog. Zeitschrift 1812. B. VII. H. 1.
  7. 7. Materialien zur Geschichte der Pfarrmatrikeln u. Wünsche über die künftige Einrichtung u. Benützung derselben; im Archiv für das katholische Kirchen- und Schulwesen in den Rheinischen Bundesstaaten 1812. B. III. St. I.
  8. 8. Anonyme Aufsätze in verchiedenen Zeitschriften.
  9. 9. Er war auch Mitarbeiter an Felder’s Literaturzeitung für kathol. Religionslehrer.
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Fußnoten

  1. s. Obert. Lit. Z. 1804. I. S. 937.
  2. s. Jen. Lit. Z. 1810. I. S. 443.