Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Joh. Georg Fischer (GND 12945446X)


Daten
Nachname Fischer
Vorname Joh. Georg
GND 12945446X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Joh. Georg Fischer in der BSB

Fischer, (Joh. Georg) geboren zu Augsburg 1580. war anfangs ein berühmter Goldarbeiter; allein auf seinen Reisen verließ er diese Kunst, und lernte zu Prag malen. Hierauf begab er sich nach Italien, und dann in seine Vaterstadt zurück, wo er auf frischen Mörtel und auch in Oel malte, und sich durch eine richtige Zeichnung und ein dauerhaftes Kolorit, dann eine gefällige Manier, Ruhm erwarb. A. Dürer, und Lukas Müller (Cranach) scheinen nebst der Natur seine Muster gewesen zu seyn. Er starb zu Augsburg in seinem 63 Lebensjahre 1643. Die königl. Gallerie zu München verwahrt folgende Gemälde von ihm: Die Ehebrecherin vor Christus; halbe Figuren in Lebensgröße auf Holz; und die Gefangennehmung Jesus[1] am Oelberge nach einer Zeichnung des A. Dürer, auf Pergament gemalt, und auf Holz aufgezogen. v. Mannlich B. I. S. 158. II. Nro. 422. u. 429. Sandrart Th. I. S. 322. Die Grafen von Fugger unterstüzten am meisten seine Kunst, indem sie ihm viele Arbeit gaben. Seine Tochter Susanna, die sehr schön malte, heurathete den Kaufmann Mayr. v. Stetten S. 289.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 73 Nächster
Nächster
Eintrag


Fußnoten

  1. Gewöhnlich bilden die Maler Jesus Christus auf folgende Art: Er ist von Gestalt wohlgebildet und groß; sein Ansehen ist sanft und ehrwürdig. Die Farbe seiner Haare ist von der reifsten Haselnußfarbe, sie hängen in Locken bis unter die Ohren herab; sind auf dem Scheitel des Hauptes, nach Gewohnheit der Nazaräer, getheilt, und fallen mit vieler Anmuth auf seine Schultern herab. Seine Stirne ist glatt und breit; seine Wangen bedeckt eine liebenswürdige Röthe, seine Nase und Mund sind mit einer bewundernswürdigen Simmetrie gebildet, und seine Augen sind angenehm und heiter. Seine Barthaare sind dicht, von der nämlichen Farbe, wie das Haupthaar, ragen unter dem Kinne einen Zoll lang hervor, und sind in der Mitte beinahe gabelförmig abgetheilt. Er hat schöne Hände und Arme. Man muß wahrlich gestehen, daß dieses Ideal dem Sohne Gottes würdig sey.