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Christian Heinrich Freiesleben (GND 104123915)


Daten
Nachname Freiesleben
Vorname Christian Heinrich
GND 104123915
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Christian Heinrich Freiesleben in der BSB

FREIESLEBEN (Christian Heinrich) Regierungsrath zu Ansbach. Er war aus einer sehr alten Familie, deren Adelstand seinem Bruder Johann Friedrich von Freiesleben neuerdings durch Kaiser Karl VI. bestättiget worden ist. Seines Vaters Mutter war des berühmten Freyherrn von Leibnitz Schwester, und er wurde am 6. Junius 1690 zu Glaucha gebohren, wo sein Vater Johann Friedrich Freiesleben Gräflich Schönburgischer Rath und Amtmann war. Im J. 1713 bezog er die Universität Leipzig, wo er die Rechte studirte. Im J. 1716 wurde er zu Altenburg Advokat, 1717 Amts- und 1721 Regierungsadvokat, 1722 zu Leipzig Magister, und zu Erfurt Doktor der Philosophie und der Rechte, 1727 zu Gera Regierungsadvokat, und 1730 zu Altdorf Professor der Institutionen. Am 8. Dezember 1738 kam er nach Ansbach als Markgräflicher Regierungsrath, und Assessor des Hofgerichts und damahligen Kaiserlichen Landgerichts. Er verehelichte sich mit Johanna Maria des Kaufmanns Baseler in Leipzig Tochter, und nach derselben Tod mit Frau Margaretha Barbara des Ansbachischen Rathes Zeislein Wittwe. Er starb am 23. Junius 1741. Von seinen 2 Söhnen trat einer in kaiserlich Oesterreichische Kriegsdienste, der andere gieng in fremde Länder, ohne daß man mehr von ihm das geringste erfahren konnte, und die Tochter verheurathete sich an einen fremden Cavalier sehr unglücklich. Seine Schriften:

Vergl. bZeidleri vitae Profess. jur. Altdorf. cur. Colmar B. III. S. 79. Vocke Ansbach. Geb. und Todt. Almanach B. I. S. 394. Moser’s Lexikon jetztleb. Rechtsgelehrten 2te A. 1739. S. 59. Adelung’s Fortsetz. von Jöcher B. II. S. 1223. Will’s Gesch. der Univers. Altdorf S. 35. u. 349. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lexikon B. I. S. 476--479. u. B. V. S. 361.

  1. 1. Diss. philos. inaug. de emendatione eruditionis et prudentia circa eam. 4. Lips. 1722.
  2. 2. Diss. jurid. inaug. de difficultate jurisprudentiae hodiernae ex retentis in statu monarchico doctrinis, quae ad statum reipublicae aristocratico-democraticae aptae erant, oriunda. 4. Erfort. 1722.
  3. 3. Kluger Hof- und Weltmann. 8. Altenburg 1723.
  4. 4. Progr. de jurisprudentia axiomatica vera et falsa. 4. Lips. 1723.
  5. 5. Unpartheyisches Bedenken, wie der Status controversiae in der Frage von der nothwendigen Verbindung der Praxeos cum Theoria juris müsse formirt werden. 8. Leipzig 1725.
  6. 6. Diss. de jure fisci Landsassiorum. ibid. 1726.
  7. 7. Einleitung zur bürgerlichen Teutschen Rechtsgelahrtheit in natürlichen Zusammenhang der Grundregeln mit ihren Forderungen. 8. Altenburg 1726.
  8. 8. Progr. inaug. de ratiocinatione ex argumento legis. 4. Altd. 1730.
  9. 9. Progr. Disputationibus aliquot de habitu Philosophiae Tribonianeae in institutis publice proponendis praemissum. 4. Altd. 1732.
  10. 10. Disputationes II. de habitu Philosophiae Tribonianeae in instit. 4. ib. 1732.
  11. 11. Volumen decisionum et responsorum. 4. Norimb. 1734.
  12. 12. Diss. de interpretatione statutorum ex jure communi. 4. Altd. 1735.
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