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Philipp Gäng (GND 100137016)


Daten
Nachname Gäng
Vorname Philipp
GND 100137016
( DNB )
Wirkungsgebiet Politik, Wirtschaft


BSB Philipp Gäng in der BSB

GÄNG (Philipp), der R. Dr., fürstl. Erzbischöfl. Hofrath und Professor der Institutionen und des bürgerl. und peinlichen Prozesses in Salzburg, geboren am 15ten August 1760 zu Oberhausen bey Philippsburg im Hochstifte Speyer. Er studirte am Gymnasium zu Bruchsal, und ward im I. 1776, nach einer über Philosophie öffentlich abgehaltnen Disputation, in das dortige Seminarium clericorum aufgenommen. Hier studirte er Theologie und geistliches Recht, ward auch nachher zum Repetitor aus dem erstern Fache, und zum öffentlichen Lehrer an dem Gymnasium angestellet, bis er im Iahr 1782 das gedachte Seminarium wieder verliess, und sich sogleich nach Mainz begab, um sich dem Rechtsstudium zu widmen. Im Herbste desselben Iahres bekam er durch die Verwendung des seligen speyerschen Weihbischofs Seelmann den Ruf nach Salzburg als hochfürstl. Edelknabeninstruktor, welchen Posten er am 18ten Dec. 1782 antratt, und wo er zugleich das Studium der Rechtswissenschaft auf der Universität fortsezte. Im Iahr 1784 erhielt er den Access zum hochfürfstl. Hofrathskollegium, und untern 2ten Iun. 1789, nachdem ihm der Fürsterzbischof noch ehevor zu seiner weitern Ausbildung, und vorzüglich um den Gang der reichshofräthlichen Geschäfte kennen zu lernen, auf ein halbes Iahr nach Wien geschickt hatte, die wirkliche Hofrathsstelle. Am 30sten Okt. 1794 wurde er zum Professor der juridischen Fakultät zu Salzburg erwählt, und unterm 11ten Nov. vom Erzbischofe bestättigt. Am 15ten Nov. desselben Iahres erhielt er aus beiden Rechten die Doktorswürde, und am 27sten Nov. hielt er die Antrittsrede, und fieng die Vorlesungen über die Institutionen des römischen Rechts, den Civilprocess und das peinliche Recht, und das Iahr darauf auch über die Polizeywissenschaft an.

Seine Schriften sind:

Aesthetik oder allgemeine Theorie der schönen Künste und Wissenschaften, Salzb. 8. 1786, 423 S.

S. Ien. ALZ. 1786, I. S. 208. Goth. gel. Z. 1786, I. S. 30. Tübing. gel. A. 1785, S. 610.

Von Versicherungsanstalten wider Feuerschäden und ihrem Nutzen im Allgemeinen, nebst einer besondern Erläuterung des am 14ten Mai dieses Iahrs öffentlich bekannt gemachten Plans # über eine solche im Salzburgischen einzuführende Anstalt, 8. Salzb. b. Mayr 1792, 144 S.

S. Obert. ALZ. 1793, I. S. 199. Ien. ALZ. 1793, III. S. 460. Neue ADB. VIII. B. II. S. 468. Würzb. gel. Z. 1794, I. S. 91--94.

Anleitung zu dem gemeinen ordentlichen bürgerlichen Prozesse, mit besonderer Rücksicht auf die salzburgischen, baierischen und österreichischen Processordnungen, 8. Salzburg bey Mayr 1797, 552 S.

S. Obert. ALZ. 1796, II. S. 494--514. Würzburg. gel. Z. 1796, S. 923. Antwort des Verfassers und Antikritik; ebendas. 1797, St. 4, S. 40--44, und Antw. des Rezensenten ebendas. St. 139, S. 1086. Ien. ALZ. 1797. n. 260, S. 426, und ebend. 1798. Intelligenzbl. 11. 79, S. 670.

Meine Apologie gegen einen Ungenannten im 2ten St. der neuesten Staatsanzeigen, 8. Salzburg bey Duyle 1796, 2 Bog.

S. Erfurt. gel. Z. 1796, S. 471.

Progr. de origine, incremento et hodierna potestatis et iurisdictionis criminalis Salisburgensis conditione, 4. Salisb. 1798, 36 S.

S. Obert. ALZ. 1798, I. S. 1048. Ien. ALZ. 1798, Iun. S. 775. Allg. Iahrbuch der Univers. (Erfurt) B. I. S. 402.

Mehrere Uebersetzungen aus dem Französischen.

Verschiedene Aufsätze in dem Iournal von und für Teutschland, und in andern Zeitschriften.

S. Eigne Sammlungen. Privat-Nachrichten. Meusels gel. Teutschl. 5te Ausg. B. II. S. 475. Hübners Beschreibung von Salzburg, S. 398. Zauners biogr. Nachr. Nachtrag S. 29--33.


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