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Johann Gänsbacher (GND 118814044)


Daten
Nachname Gänsbacher
Vorname Johann
GND 118814044
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Gänsbacher in der BSB

Gänsbacher, (Johann), aus Sterzing gebürtig, erhielt die ersten Grundsätze in der Musik theils von seinem Vater, theils im Singhause zu Botzen, und machte sich dann zu Innsbruck, wo er seine Studien fortsetzte, schon vor mehreren Jahren als ein vorzüglich musikalisches Genie bekannt. Daselbst bekam er vom Abbe Falk Anleitung zur höhern Kunst, und begab sich alsdann, mit Empfehlungen von demselben unterstützt, nach Wien, wo er an den berühmten Männern Albrechtsberger und Vogler seine fernern Lehrer und Vorbilder, an den Grafen von Firimian aber seinen Mecänaten fand, bei dem er sich nunmehr in Prag befindet. Zu Ende des Jahres 1809 kam er nach dem südlichen Baiern (Tirol) in der zweifachen Absicht, seine Mutter, die noch in Sterzing lebt, zu besuchen, und dann zu seiner Vervollkommnung eine Reise nach Italien zu unternehmen. Er fand die häuslichen Umstände seiner Mutter, durch die stattgehabten Unruhen und Unglücksfälle, welche das Städtchen Sterzing betroffen haben, sehr zerrüttet, und stellte daher, was seinem Herzen Ehre bringt, nicht nur die Reise nach Italien ein, sondern gab das hiefür bestimmte Geld seiner Mutter zur Unterstützung und der ihr so nothwendigen Hilfe. Nun verweilte er noch bei seinen Freunden, und komponirte für die Pfarrkirche zu Innsbruck eine Litanei, die bei ihrer Aufführung allgemeinen Beifall erhielt. Auf seiner Rückreise von Prag kam er nach Augsburg, wo er den 22. Julius 1810 in der Pfarrkirche zum heil. Moritz eine von ihm verfertigte Messe auflegte, die sehr gefiel, und verrieth, daß bei seinen jungen Jahren und ferner anhaltendem Fleisse er einst ein sehr großer Kompositeur werden dürfte. Moysche Zeitung von Augsb. den 24. Jul. 1810. Münchener polit. Zeit. vom 1. Aug. 1810. Nro. 179. Baier. National -- Zeitung vom 10. Aug. 1810. Nro. 187.


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