Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Korbinian Gärtner (GND 12182716X)


Daten
Nachname Gärtner
Vorname Korbinian
GND 12182716X
( DNB )
Wirkungsgebiet Religion, Wissenschaft


BSB Korbinian Gärtner in der BSB

GÄRTNER (Korbinian), der Th. Dr., Benediktiner zu St. Peter, erzbischöfl. geistl. Rath und Professor des Kirchenrechts zu Salzburg, ein Bruder des Vorigen, geboren am 14ten Iun. 1751 zu Schwatz Tyrol. Er studirte zu Halle, Innsbruk und Salzburg, wo er im Iahr 1769 in das Benediktinerstift St. Peter tratt, an der Universität von 1771--1777 die Theologie und Iurisprudenz vollendete, nebenbey in seinem Kloster die Stelle eines Repetitors der Theologie, und von 1781--1785 eines Beichtvaters im Ursulinernonnenkloster versah. Mit Anfang Oktobers 1786 reisete er, auf den Wink des Erzbischofs, und auf Unkosten seiner Ordensobern, mit seinem Ordensbruder P. Ioh. Evang. Hofer (nachmaligen Prokanzler der Universität) nach Würzburg, Mainz, Wezlar und Göttingen, um sich in allen Zweigen der Rechtsgelehrsamkeit, und den dazugehörigen Hülfswissenschaften auszubilden. Im März 1789 kamen beide nach Paris, wo sie sich bis August, eben im interessanten Zeitpunkte der ausgebrochenen Revolution als Augenzeugen derselben aufhielten, und im Herbste des nämlichen Iahrs von ihren gelehrten Reisen wieder nach Salzburg zurückkamen. Im Nov. erhielt Korb. Gärtner an der Universität die Doktorswürde aus den Rechten und der Theologie, und die ord. öffentl. Lehrstelle des kanonischen Rechtes. Im Iahr 1792 fieng er, ausser seinem Fache, auch Vorlesungen über das teutsche Privatrecht, und über die Diplomatik zu halten an.

Er gab heraus:

  • Das grosse Officium Mariae, in einer verständlichen Uebersetzung zum Behufe derer, die dasselbe beten sollen oder wollen, 8. Salzb. 1786.
  • Ioseph Lamberts Christenlehrpredigten, oder Anweisung über die Gebote Gottes und der Kirche, für das Landvolk an den Sonntagen das Iahr hindurch zu gebrauchen, aus dem Französ. übersezt, 8. Augsburg bey Wolf 1786, 781 S.
S. Ien. ALZ. 1787, V. S. 40. ADB. 72,. B. I. S. 288.

De iure capitulorum Germaniae condendi statuta, commentarius specialis, 8. Salisb. ap. Duyle 1794, 73 S.

S. Obert. ALZ. 1794. II. S. 407. Ien. ALZ. 1796, Iul. S. 91. Erfurt. gel. Z. 1796. S. 266. Leipz. gel. Z. 1796, S. 270.

Akademischer Versuch über das Vogteyrecht im Allgemeinen mit Anwendung auf das hohe Erzstift Salzburg, nebst Disputirsätzen aus beiden # Rechten, (defend. von Ign. Thanner), Salzb. bey Duyle, 8. 1794, 80 S.

S. Obert. ALZ. 1794, II. S. 407. Neue ADB. Anh. z. 1-28, B. I. S. 95. Leipz. gel. Z. 1796, II. S. 270. Götting. gel. A. 1798, St. 54, S. 529. Es erschien dagegen: Gnadenbrief K. Heinrichs IV. für Oesterreich vom Iahr 1058, gerettet wider den neuesten Anfall des akademischen Versuchs, 8. 1795, 27 S.

Apologie des akademischen Versuchs, 4. 1796, 1 Bogen.

Es erschien abermals dagegen: Beantwortung der Apologie, 8. 1796, S. 31. S. Götting. gel. A. 1798, I. S. 529.

De iure summi pontificis in erectione academiarum Germaniae catholicarum. Programma, quo ad agenda die 14. Martii solemnia electionis Rmi archiepiscopi ac cels. principis nostri Hieronymi cives academicos invitat, et orationem in aula maiore hora VIII. de meritis Hieronymi Musagetis (Musagetae) clementissimi in iurisprudentiam, tum ecclesiasticam, tum civilem, habendam indicit, 4. Salisb. 1795, 16 S.

Theses ex utroque iure, defend. Ioh. Markand, 8. Salisb. 1796.

Corpus iuris ecclesiastici catholicorum novioris, quod per Germaniam obtinet, collegit, vecensuit arque notis illustravit C. G. tom. I. Salisb. ap. Zaunrieth 1797, 525 S. tom. II. 1799, 498 S.

S. Obert. ALZ. 1797, I. S. 873. Ienaer ALZ. 1799, Sept. S. 641. Schmidts und Schwarz allg. Bibl. der neust. theol. und pädagog. Lit. Iahrg. III. St. 1.

Mehrere Theses, 1796--1801.

Anonyme Aufsätze in periodischen Schriften.

S. Eigne Sammlungen. Privat-Nachrichten. Meusels gel. Teutschl. 5te A. B. II. S. 476. Zauners biograph. Nachr. Nachtrag, S. 24--29. Hübners Beschreib. von Salzburg, S. 398. Herrn Gärtners neueste Schrift ist: Geschichte und Verfassung des 1701 für den salzburgischen Landadel errichteten militärischen Ruperti-Ritterordens. Nebst dem Ordenskodex, und einem Verzeichnisse aller bisherigen Ritter, mit kurzen Nachrichten von ihrem Leben, 8. Salzburg 1802.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 362 Seite 364 Nächster
Nächster
Eintrag