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Evermond Groll (GND 118542397)


Daten
Nachname Groll
Vorname Evermond
GND 118542397
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Evermond Groll in der BSB

Groll, (Evermond), wurde zu Nittenau (im Regenkreise) 1756 geboren, legte den Grund zu seiner wissenschaftlich und musikalischen Bildung in der Benediktiner-Abtei Reichenbach, und setzte hierauf in Regensburg seine Studien fort, wo er Gelegenheit hatte, nicht nur in der Musik mehr Vollkommenheit zu erlangen, sondern auch selbst seinen Geschmack zu bilden, wozu ihm die vortreffliche Fürst Taxische Hofkapelle sehr behilflich gewesen. Als er die Physik absolvirt hatte, unternahm er während der Herbstferien eine Reise nach München, und besuchte mehrere Klöster in der Gegend dieser Residenzstadt. So kam er dann auch nach der Prämostratenser-Abtei Scheftlarn, wo die Prälaten immer bedacht waren, gute Musiker in ihr Kloster daselbst aufzunehmen, und eben daher eines der beßten Orchester auf solche Art zu Stande brachten. Dieses gefiel dem von Gefühl für Musick durchdrungenen Groll dergestalt, daß er sich entschloß um Aufnahme in dieses Kloster zu bitten. Kaum hatte er diesen Wunsch geäußert, als ihm sogleich das Kapitel willfahrte, weil es nicht nur einen in den Wissenschaften wohl unterrichteten Menschen, sondern auch vorzüglich einen sehr guten Musiker an ihm erhielt. Nachdem er die Profeß abgelegt hatte, und in der Folge auch zum Priester geweihet worden, wurde er als Chorregent und Musikdirektor angestellt, auch übergab ihm der Prälat die Aufsicht über die Seminaristen daselbst, denen er zugleich Unterricht in den Anfangsgründen der gelehrten Sprachen, und anderer nützlichen Wissenschaften geben mußte. Er schrieb mehrere Kirchenmusiken, Simphonien u. dgl., die von seinem Geschmacke und Talente zeigen. Im Drucke erschien von ihm folgendes Werk: Evermodi Groll Canonici Praemonstratensis Scheftlariae in superiore Bavaria, VI. Missae brevissimae cum totidem Offertoriis a Canto, Alto, Tenore, Basso, Violino primo et secundo et Organo. Cornu vel Clarino primo, Cornu vel Clarino secundo et Violoncello non obligatis. Op. I. (August. Vindel. sumpt Joan. Jacobi Lotter et filii 1790.) Nach Aufhebung des Klosters Scheftlarn begab er sich 1804 nach München, u. wurde 1806 Pfarrer zu Allershausen, wo er 1809 gestorben ist.


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