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Georg Wilh. Gruber (GND 102199108)


Daten
Nachname Gruber
Vorname Georg Wilh.
GND 102199108
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Georg Wilh. Gruber in der BSB

Gruber, (Georg Wilh.), wurde den 22. September 1729 zu Nürnberg geboren, erhielt Unterricht in der Musik beim dortigen Organisten Dretzel, und nach dessen Tode beim Organisten Siebenkees, lernte das Klavierspielen und Singen, und bei dem letztern auch die Regeln der Tonsetzkunst. Im Violinspiele unterwies ihn der Stadtmusikus Hemmerich. Als er in Erlernung der Musik bedeutende Fortschritte gemacht hatte, begab er sich, 18 Jahre alt, auf Reisen, wo er durch sein Spiel sowohl, als auch mit seinen Kompositionen sich in Leipzig, Dresden, Frankfurt und Mainz Ehre erworben hatte, und anbei noch Gelegenheit fand beim Graf Brühlischen Kapellmeister Umstadt Unterricht im Kontrapunkt zu erhalten. Als er 1750 nach Nürnberg zurückegekommen war, wurde er beim dortigen Musikchor angestellt. Bald darauf ließ sich in dieser Stadt der berühmte Violinist Ferrari hören, und da dieser einige Zeit sich daselbst aufhielt, so studirte Gruber bei demselben die Violine mehr ein, und vervollkommnete sich auf diesem Instrumente.

Nach dem Tode des Kapellmeisters Agrell erhielt Gruber den 16. Hornung 1765 dessen Stelle, blieb daher in seiner Vaterstadt, und folgte keinem Rufe mehrerer Höfe, die ihn als Konzertmeister anstellen wollten. Gruber verfertigte mehrere Oratorien, lateinische und deutsche Psalmen im Motettenstile, Arien, figurirte Chorale, Simphonien, Quartetten, Trio, Konzerte u. s. w. allein nur folgende kamen gestochen oder gedruckt heraus: a) Die Hirten bei der Krippe zu Bethlehem, nach Rammler’s Poesie. (Nürnb. 1782.) b) Zwei Klavier-Trio mit Violin und Violonzell. c) Bürgers Gedichte für Klavier und Singstimme. (Nürnb. 1780. I. und II. Sammlung). d) VI Klavier-Sonaten, mit Begleitung eines Violins oder einer Flöte, und eines Violonzells, alle obligat. e) Lieder von verschiedenen Lieblings-Dichtern für eine Singstimme und das Klavier. (Zu Wien herausgegeben). f) Zwei Klavier-Konzerte. (Zu Nürnb. herausgeben.) Der musikalische Almanach vom Jahre 1802 lobt weder dieses Künstlers Violinspiel, noch seine Komposition.


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