Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Michael Hartwagner (GND 104291028)


Daten
Nachname Hartwagner
Vorname Michael
GND 104291028
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Michael Hartwagner in der BSB

Hartwagner, (Michael) geboren zu Deggendorf (im Unterdonaukreise des Königreichs Baiern) war ein offener Kopf, zeichnete fleissig, las gerne und fühlte das Wesen seiner Kunst. Er war kein gemeiner Künstler, und würde es in der Malerei weit gebracht haben, wenn die Kunst nicht bei ihm um Brod hätte gehen müssen. Ebendeswegen konnte er jenen Fleiß nicht auf seine Gemälde verwenden, dessen sie bedurften, und den zu verwenden er selbst gewünscht hatte. Um sich zu ernähren, malte er mit einer ausserordentlichen Eile, und malte einstens an einem Tage zwölf Apostelköpfe. Eben so geschwind malte er auch Porträte, deren Aehnlichkeit mit den Originalien nicht zuverkennen war. Für den Pfarrer zu Aichach in Baiern malte er einen Cato, wie er sich die Wunde aufreißt, und eine Kleopatra in Lebensgröße. Gemälde die mit vielem Geiste verfaßt sind, und die Professor und Buchhändler Joh. Bapt. Strobel in der Folge kaufte. In der kleinen Spitalkirche zu München ist das Altarblatt: die heil. Elisabeth, von ihm gemalt. Westenrieder am a. O. S. 165. u. 356. Er starb zu München 1775. Im Speisesaale der ehemaligen Prämonstratenser Abtei zu Neustift bei Freising hiengen 12 Porträte baierischer Churfürsten in Lebensgröße von diesem Künstler gemalt. Von ihm sind theils geäzet, theils mit der kalten Nadel gearbeitet, folgende Blätter bekannt: Diana und Actäon; Perseus und Andromeda; ein Maler in seiner Werkstätte; das Bild einer alten Frau auf einer Stafelei; ein Altarblatt nach A. Zanchi, und ein allegorisches Bild zu Ehren des Churfürsten Max III.von Baiern. Diese Blätter sind 1769 und 1771 datirt. N. B. Sch. W. XXIX. 303.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 107 Nächster
Nächster
Eintrag