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Johann Heiß (GND 123033101)


Daten
Nachname Heiß
Vorname Johann
GND 123033101
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Heiß in der BSB

Heiß, (Johann) ein Maler zu Memmingen, wo er 1640 geboren wurde, und Schüler des J. Heinrich Schönfeld.[1] Er malte, sehr gut erfunden, Geschichten, die er aus kleinen nackten, und gekleideten Figuren, Thieren, Gebäuden und Landschaften etc. mit vielem Verstande zusammengesezt hat. Er ließ sich zu Augsburg nieder, wo er 1704. im 64 Jahre seines Alters starb. B. Kilian stach nach seinen Werken in Kupfer. In der Moritzkirche, in der heil. Kreuzkirche, in der Dominikaner-, Karmeliten-, dann der Barfüsserkirche zu Augsburg sind mehrere Altarblätter von seinem Pinsel z. B. die heil. drei Könige, das jüngste Gericht, der gute Hirt, die Taufe Christi, das Abendmahl, die Geburt und Auferstehung Christi. Zu Regensburg malte er 1690 das Choraltarblatt für die dortige Ulrichs-Pfarrkirche, dann für das deutsche Haus: die Kreuzabnehmung Christi. In der ehemaligen Klosterkirche zu Ochsenhausen ist eine Kreuzabnehmung Christi von ihm, die man unter seine beßten Arbeiten zählet. Die k. Gallerie zu München besizt von ihm: Herkules am Scheidewege; die Opferung der drei Weisen aus Morgenland; dann die Israeliten, in der Anbethung des goldenen Kalbes; und wie Aaron Gold zum israelitischen Kalbe sammelt, alle auf Leinwand. Auch in der Theatinersakristei zu München hieng ein anmuthiges Gemälde von diesem Künstler, die heil. Familie vorstellend, in ganzen Figuren, das nun die königl. Gallerie verwahrt, Sandrart am a. O. B. I. S. 339. Weizenfeld am a. O. Nro. 81. u. 884. v. Rittersausen am a. O. S. 129. In der Pfarrkirche zu Neustadt an der Donau (im Regenkreise) ist das Choraltarblatt: den Martertod des heil. Lorenz vorstellend, ein schönes Gemälde dieses Künstlers. Seine Gemälde zeichnen sich besonders durch gute Haltung und Beleuchtung aus. Die Bildergallerie in München. (München 1787.) S. 18. v. Mannlich B. II. Nro. 275. u. 364. Meidinger S. 228. ETC. Der Spiegelverleger Sebastian Kircher in München besizt ein allegorisches Gemälde auf die Liebe, von diesem Künstler. v. Stetten Kunstgeschichte S. 307. Aufl. 1788. S. 197. Der geistliche Rath und Kanonikus v. Schneider in München besizt von ihm zwei allegorische Gemälde auf Leinwand. Das eine stellt die Mutter Natur mit vielen Figuren und Thieren, und das andere Künste und Wissenschaften vor.


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Fußnoten

  1. Siehe: Schönfeld (Heinrich).