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Jakob Held (GND 129473758)


Daten
Nachname Held
Vorname Jakob
GND 129473758
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Jakob Held in der BSB

Held, (Jakob), des Vorigen Sohn, wurde den 11. November 1770 zu Landshut geboren, erhielt von seinem Vater nach Mozarts Violin-Schule Unterricht auf der Violine, und spielte in einem Alter von sieben Jahren ein Violin-Konzert von Stamitz. Er besuchte sechs Jahre lang das Gymnasium daselbst, und erlernte nebenbei auch den Generalbaß und das Orgelspielen, wornach er als Organist in das Seminar daselbst aufgenommen wurde, und nicht nur als ein guter Musikus, sondern auch als ein guter Student, der immer unter den ersten der Studierenden gewesen, eminirte. Um die Philosophie zu studiren kam er 1788 nach München, wo er durch Verwendung des Königl. Oberst-Silber-Kämmerers Joseph Grafen von Tauffkirchen seine höhere Ausbildung auf der Violine beim damaligen berühmten Violinspieler Hofmusikus Hampel erhielt. Als dieser die pfalzbaierische Dienste verließ, und in die des Herrn Fürsten von Fürstenberg nach Donaueschingen trat, übernahm der Konzertmeister Friedrich Eck ihn vollends auszubilden; wornach er denn sich auf der Violine eine ausgezeichnete Stärke und Fertigkeit erwarb, und eben daher mit diesem großen und allgemein beliebten Violinspieler mehrere Konzerte und Quartetten spielen mußte. Aber eben diese Geschicklichkeit verhalf ihm zu einer baldigen Anstellung als Hofmusikus zu München, in welcher Eigenschaft er daselbst sich noch befindet. Held studirte auch beim Kapellmeister Franz Danzi die Komposition, und machte Reisen nach der Rheinpfalz, nach Franken, wo er mit seinem eilfjährigen Sohn Violin-Konzerte gab, und nach der Schweiz, wo er zu Zürich bei der Tagssatzung das Orchester dirigirte. Von seinen Kompositionen sind bekannt: 3 Konzerte für die Violine; 1 Quartett; 5 Vairationen; 3 Trio; 3 Duette; 1 Ouvertüre, und 1 Divertimento. Er hat bereits mehrere Scholaren mit gutem Erfolge gebildet, wovon sechs im Königl. Orchester zu München angestellt sind.


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