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Johann Wolfgang Kleinknecht (GND 103805486)


Daten
Nachname Kleinknecht
Vorname Johann Wolfgang
GND 103805486
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Wolfgang Kleinknecht in der BSB

Kleinknecht, (Johann Wolfgang), des Vorigen ältester Sohn, wurde zu Ulm den 17. April 1715 geboren, wo er auf dem dortigen Gymnasium mit gutem Erfolge studirte, nebenbei aber von seinem Vater in der Musik Unterricht erhielt, und es hierinn so weit brachte, daß er als ein Knabe von acht Jahren vor dem Herzog von Würtemberg auf der Violine mit Beifall spielte. Der Herzog war so für diesen angehenden Künstler eingenommen, daß er ihn in der Folge als Kammermusikus im J. 1733 nach Stuttgard berief, und dort von seinem Kapellmeister Brescianello[1], der damals einer der ersten Geiger gewesen, in dem Violinspielen unterrichten ließ. Als Würtembergs Herzog gestorben war, besuchte Kleinknecht verschiedene deutsche Höfe, ließ sich überall mit großem Beifalle hören, und wurde endlich bei der Hofmusik zu Eisenach als Violinist angestellt. Von dort aus kam er 1738 nach Baireuth zum Markgrafen Friedrich, wo er eine Oper dirigirte, und hierauf als Konzertmeister angestellt wurde. Bei der 1769 eingetretenen Regierungs-Veränderung kam er mit den übrigen Mitgliedern der Hofkapelle nach Ansbach, wo er den 20. Hornung 1786 gestorben ist. Dieser Künstler hatte nicht nur in der Musik, sondern auch in den Wissenschaften, und überhaupt in Kunstsachen profunde Kenntnisse, sprach französisch und italienisch, war im Umgange gefällig, angenehm, und jovialisch, und wohlthätig gegen Arme.


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Fußnoten

  1. Joseph Anton Brescianello, Rath und Kapellmeister des Herzogs von Würtemberg, erhielt diese Stelle 1716, und lebte noch 1757 in Stuttgard. Von ihm sind mehrere Musiken für den Gesang bekannt, auch gab er XII. Simphonien für zwei Violine, Viole und Baß, zu Amsterdam 1738 in Kupfer gestochen, heraus.