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Simon Klotz (GND 11623542X)


Daten
Nachname Klotz
Vorname Simon
GND 11623542X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Simon Klotz in der BSB

Klotz, (Simon) geboren 1777 zu Mannheim, ebenfalls ein Sohn des Mathias Klotz, und Schüler des Hofkammerraths Jakob Dorner, machte Reisen nach Frankreich und Italien, wo er nach den beßten Werken großer Meister und nach Antiken studirte, dann auch in der Gallerie zu Dresden und in den ersten Städten Deutschlands , ja selbst in Kopenhagen seine Kenntnisse und Kunst zu erweitern und zu vervollkommnen sich bestrebte. Er ist gegenwärtig als Professor der Theorie der bildenden Künste zu Landshut angestellt, nachdem er und sein Vater den Ruf nicht angenommen hatten, den sie nach Berlin erhielten, wo sie an der dortigen Akademie hätten angestellt werden sollen. Das Plafond auf der Treppe des königlichen Münzgebäudes zu München, der Vorhang im dortigen Hoftheater s. a. zeugen von seiner Kunst und seiner Erfindung. Auch hat derselbe im Museum zu München 1809 im Monate Oktober ein von ihm verfertigtes Bild ausgestellt. Dieses Gemälde ist ein Nachtstück, und stellt den Oelberg vor, wo Christus von dem Engel den Kelch empfängt. Am Fuße des Berges sieht man die drei Jünger in verschiedenen Lagen schlafend ruhen, und zu der Rechten zeigt sich vom Berge aus eine durch den Mond beleuchtete schöne Landschaft. In diesem vortrefflichen Gemälde stellen sich sein Genie und seine Kunst in ihrer ganzen Größe dar.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler II

Klotz (Simon), Professor der bildenden Künste zu Landshut, ist auch ein braver Miniaturmaler, wovon er jedoch selten Gebrauch macht, da ihn das historische Fach mehr anziehet. Auch hat derselbe vier Landschaften, die vier Tagzeiten vorstellend, gemalt, die ein redender Beweis sind, daß er in diesem Fache nicht zurückgeblieben, sondern auch dieses gut zu behandeln verstehe. Kritischer Kunstanzeiger von München. St. XVII. S. 90. Jahrg. 1810. Von diesem Künstler ist auch ein schönes Bild bekannt: eine Marie mit dem schlafenden Kinde Jesus in ihrem Schooße. Zu beiden Seiten stehen in einiger Entfernung die zwei Propheten Michäas und Isaias. Ueber dem Ganzen schwebt ein kreuztragender Engel im Lichtglanze des Himmels, der durch ein schwarzes Gewölke dringt. Kunstanzeiger von München. Jahrg. 1809. St. XV. S. 70. Dieses als Ergänzung zu jenen artistischen Nachrichten, die im ersten Bande dieses Lexikons S. 152. von diesem sehr geschätzten Künstler vorkommen.


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