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Martin Knoller (GND 118723820)


Daten
Nachname Knoller
Vorname Martin
GND 118723820
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Martin Knoller in der BSB

Knoller, (Martin) zu Steinach unweit Innsbruck 1730 geboren, war zu seiner Zeit einer der berühmtesten Historienmaler. Den ersten bedeutenden Unterricht erhielt er bei Paul Troger, von dem er durch die Unterstützung des Grafen Karl von Firmian nach Rom in Mengs Schule kam, und sich dort mit Unterberger und Maron vorzüglich auszeichnete. Eine Kopie nach Raphael für die Kaiserin Maria Theresia erwarb ihm das Adelsdiplom, worauf er sich mit einer adelichen Dame zu Mailand vermählte, und als kaiserl. Hofmaler ansässig wurde. Meusel’s Neue Miszell. II, 222--30. Im Bürgersale zu München verfertigte er 1775 das Plafondgemälde, die Himmelfahrt Mariä, welches 110 Schuh lang, und 33 breit ist. Dasselbe ist in drei Gruppen vertheilt. Erfindung und Anordnung sind prächtig, einfach und groß, und dem Gegenstande vollkommen angemessen. Das Kolorit ist glühend und klar, und dennoch süß. Auch in der ehemaligen Klosterkirche zu Ettal in Baiern befinden sich schöne Gemälde von ihm, nämlich: das Choraltarblatt, Mariens Himmelfarth 1786, und die Altarblätter: die heil. Katharina und Sebastian. In der Michaelskirche zu Aspach sind das Choraltarblatt: der heil. Michael, dann die 2 Seitenaltarblätter der heil. Schutzengel und der Abt Maurus von ihm. In die Kirche seines Geburtsortes Steinach (im Innkreise des Königreichs Baiern) verehrte er zwei von ihm gemalte Altarblätter, die heil. Erasmus und Sebastian, welche noch jeder Fremde bewundert hat. Zu Neresheim in Schwaben malte er die sieben Kuppeln der dortigen Klosterkirche. Westenrieder. S. 173. v. Rittersausen. S. 111. Knoller starb zu Mailand. v. Obermayr’s Mspt. Die königl. baierische Gallerie zu München[1] besitzt von seinem Pinsel eine Skizze zu einem Altarblatt auf Leinwand, die heil. Familie vorstellend. Mannlich am a. O. B. II. Nro. 297. Meidinger. III. S. 332.


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Fußnoten

  1. Ein vorzügliches Kabinetstück von diesem Künstler, Pygmalion, wurde 1785 dem Churfürsten Karl Theodor um 1500 fl. angeboten, aber durch den Einfluß eines ungenannten Münchener Künstlers nicht angenommen.