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Anton Maria Kobolt (GND 10017969X)


Daten
Nachname Kobolt
Vorname Anton Maria
GND 10017969X
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Anton Maria Kobolt in der BSB

KOBOLT (Anton Maria), der WW. Dr., Mitglied der kurbaierischen Akademie der Wissenschaften, und Kanonikus am kurfürstlichen Kollegiatstifte in Altenöttingen. Er wurde am 16ten Nov. 1752 zu Ingolstadt geboren, da sein Vater, ein Offizier unter dem damaligen baierischen Infanterieregiment Morawizki, eben in dieser Festung in Garnison lag. Er lernte in seiner Vaterstadt im Iahr 1764 die Anfangsgründe der lateinischen Sprache, und studirte darauf von 1765 bis 1772 zu Burghausen die sämmtlichen untern Klassen, und die Philosophie, kam 1773 nach Ingolstadt, nahm daselbst die Doktorswürde aus der Philosophie, und hörte dann an der Universität die Theologie und beide Rechte. Am 29sten März 1777 wurde er zu Eichstädt zum Priester geweiht, und erhielt im nämlichen Iahre durch ein kurfürstliches Dekret d. d. München 29sten April ein Kanonikat am Kollegiatstifte zu Altenöttingen, wohin er sich im Iahr 1778 als Kapitular begab. Im Iahr 1795 beehrte ihn die kurbaierische Akademie der Wissenschaften zu München mit dem Diplom eines ausserordentlichen Mitglieds der historischen Klasse.

Er gab heraus:

Baierisches Gelehrtenlexikon, worin alle Gelehrte Baierns und der obern Pfalz, ohne Unterschied der Stände und Religion, welche bis auf das XVIII. Iahrhundert, und zwar bis zum Ausgange 1724 daselbst gelebt, und geschrieben haben, mit ihren sowohl gedrukten, als noch ungedrukten Schriften, nach alphabetischer Ordnung beschrieben und enthalten sind, 8. Landshut bey Hagen 1795, 806 S.

S. Obert. ALZ. 1795, I. S. 1177--1181. Ien. ALZ. 1796. Febr. S. 475-478. Neue ADB. Anh. z. B. I--28, II. S. 378--381. AL. Anzeiger 1797, n. 32, S. 327--341.

Er arbeitet an einem Supplementbande dieses baierischen Gelehrtenlexikons bis zum Anfang des 18ten Iahrhunderts.

Geschichte der uralten heiligen Kapelle U. L. Frauen zu Altenötting in Oberbaiern und der dortigen weitberühmten Wallfahrt von ihrem Ursprunge an bis auf unsre Zeiten aufs neue kurz, doch ausführlich beschrieben, 8. Altenötting 1800, 86 S.

Beyträge zu C. A. Baaders gelehrtem Baiern.


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