Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Wilhelm Legrand (GND 103811834)


Daten
Nachname Legrand
Vorname Wilhelm
GND 103811834
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Wilhelm Legrand in der BSB

Legrand, (Wilhelm), geboren den 5. März 1770 zu Zweibrücken, kam in früher Jugend 1782 zu seinem Oheim dem Churfürstl. Balletmeister Klaudius Legrand mit seinen zwei Brüdern Peter und Christian nach München, wo er bei dem berühmten Klarinettisten Franz Tausch die Oboe blasen lernte, nachdem er ehevor schon die Anfangsgründe der Musik in seiner Vaterstadt erhalten hatte. Im folgenden Jahre wurde er Accessist bei der Churfürstl. Hofmusik, und 1788 wurde er als wirklicher Hofmusikus mit Gehalt angestellt. Aus Neigung zur Komposition fieng er an Partituren großer Meister zu studiren, und wagte denn einige Versuche, und da diese von seinem Talente zeigten, und ebendaher Beifall erhielten, nahm er in der Komposition Unterricht beim Hofklaviermeister Joseph Grätz. Er komponirte mehrere Balletmusiken, wovon der Ball, das Tirolerfest, der Schwall, und die Caravanne vorzüglich Beifall fanden, auch verfertigte er bereits mehrere deutsche Tänze für die Hofbälle und Redouten in München, welche in der Falterschen Musikhandlung daselbst gestochen herausgekommen sind. Seine eigentliche Komposition bestehet in Militär-Musik, die auch seines Amtes geworden, da er über die Oboisten-Korps der zu München in Besatzung liegender Regimenter die musikalische Oberdirektion besorgt.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 180 Nächster
Nächster
Eintrag