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Joh. Esaias Nilson (GND 11858815X)


Daten
Nachname Nilson
Vorname Joh. Esaias
GND 11858815X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Joh. Esaias Nilson in der BSB

Nilson (Joh. Esaias)[1], ein künstlicher Miniatur- und Schmelzmaler zu Augsburg, wo er 1721 geboren wurde, erwarb sich besonders durch seine Erfindungen von neuen Geschmack Celebrität. Er übte auch das Kupferstechen und gab in seiner Kunsthandlung schöne von ihm gearbeitete Blätter heraus, unter welchen die Freskogemälde des Holzers besonders geschätzt sind. Im Jahr 1769 wurde er Direktor an der Kunstakademie zu Augsburg. v. Stetten Br. 10. Kunstzeitung v. J. 1770 S. 252. Von seinen Kupferstichen ist auch das Porträt Ferdinand IV., Königs beider Sizilien, bekannt.


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Fußnoten

  1. Mit diesem Nilson, dann mit Haid, Ridinger und dem, mit einer reichlichen Sammlung in die Geschichte der Kunst einschlagender Bücher und Merkwürdigkeiten versehenem, Kunstverleger Georg Christoph Kilian benahm sich der ehemalige Stadtpfleger zu Augsburg, Paul von Stetten, als er sich entschloß, eine Geschichte der Augsburgischen Künstler zu schreiben, und die er in Briefen in der Folge herausgegeben hat. Diesem würdigen Mann verdankt auch die Kunstakademie daselbst eine neue, zweckmäßige Umschaffung und Einrichtung. Sie hatte auf dem dortigen Metzgerhause zwei elende Zimmer mit dunklem Eingange über eine gefährliche Treppe. Kunstler und Kunstliebhaber wünschten immer ein besseres Lokale, das sie erst durch die Bemühungen des genannten Paul v. Stetten erhielten. Dabei ward auch die Einrichtung getroffen, daß diese Akademie mit Gipsfiguren, guten Zeichnungen, Kupferstichen etc. bereichert wurde, daß sich reiche Bürger vereinten, um ihr mehr Thätigkeit durch Unterstützung an Geld, durch Ertheilung von Prämien zu geben, und daß die Kunstakademie zur Beförderung und Ermunterung der zeichnenden Künste, nicht nur in Ansehung ihrer selbst, sondern auch in Hinsicht ihres Einflußes auf Fabriken und Handwerke wirkte. Dieser für die Künste sehr wohlthätige ehemalige Stadtpfleger und nachmalige Königl. bairische geheime Rath wurde zu Augsburg den 24sten August 1731 geboren und starb dort den 11ten Hornung 1808. Paul von Stetten Leben und Charakter, geschildert von Ludwig Friedrich Krauß. (Augsburg 1809) S. 15. 34. u. 48.