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Johann Porta (GND 119469707)


Daten
Nachname Porta
Vorname Johann
GND 119469707
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Porta in der BSB

Porta, (Johann), ein geborner Venetianer, war anfangs Kapellmeister beim Kardinal Ottoboni, einen Nepoten des Pabstes Alexander VIII, und gieng hierauf 1716 nach seiner Vaterstadt Venedig zurücke, wo er bis 1729 blieb, und für die dortige Theater folgende Opern-Musiken schrieb: a) La Constanza combattuta in amore. (1716.)[1] b) Agrippa. (1717.) c) L’amor di figlia. (1718.) d) Theodorico. (1720.) e) L’amor Tirrano (gemeinschaftlich mit Chelleri 1722.) f) Li Sforzi d’Ambitione e d’Amore. (1724.) g) Antigono Tuttore di Filippo (gemeinschaftlich mit Albinoni[2] (1724.) h) La Mariane. (1724.) i) Agide, Ré di Sparta. (1725.) k) Ulisse. (1725.) l) Il Trionso di Flavio Olibrio. (1726.) m) Aldiso (1727.) n) Amor e Fortuna. (1728.) o) Nel Perdono la Vendetta 1728.) und p) Doriclea ripudiata da Creso. 1729.) Für London schrieb er die Oper: Numidor, welche daselbst 1720 aufgeführt worden. Endlich kam er 1737 als Kapellmeister[3] in die Dienste des Churfürstens von Baiern, wo er die Oper Artaserse verfertigte, welche 1739 in München aufgeführt wurde, und starb daselbst 1740. In der Breitkopfischen Musikhandlung befindet sich von seiner Komposition eine Motette: Jesu mi pro te suspiro, für Sopran, 2 Violine, Altviole und Baß, dann ein Magnificat für vier Singstimmen und 9 Instrumente. Christ. Freih. v. Aretin. Mspt.


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Fußnoten

  1. Diese Oper wurde 1725 auch von der italienischen Opern-Gesellschaft zu Breßlau gegeben.
  2. Thomas Albinoni war ein sehr berühmter Opern-Komponist zu Venedig, und ein guter Sänger. Am churbaierischen Hoftheater in München wurden von seiner Musik folgende Opern 1722 aufgeführt: J veri amici, dann Adelaide, und Trionfo d’amore. Er starb zu Venedig um 1745. Dem Churfürsten von Baiern Maximilian Emanuel widmete er ein zu Amsterdam herausgegebenes Werk unter dem Titel: Concerti a cinque con Violini, Oboe, Violetta, Violoncello, e Basso continuo.
  3. Er wurde auch zum churfürstl. Rath ernannt, eine Würde, die damals jedem Kapellmeister verliehen wurde.