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Jakob von Sandrart (GND 116801298)


Daten
Nachname Sandrart
Vorname Jakob von
GND 116801298
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Jakob von Sandrart in der BSB

Sandrart (Jakob von), ein Kupferstecher von Frankfurt am Main und Schüler des Cornelius Dankerts zu Amsterdam und Wilhelm Hondius zu Danzig. Er kam 1656 nach Nürnberg, wo er sich fixirte, und nebst Elias Gödeler die Aufsicht über die 1662 errichtete Maler-Akademie erhielt[1]. Man hat von ihm mehr als 400 Kupferstiche, unter welchen hier das der Königin von Preußen nach A. Clerk angeführt wird. Er übte auch einen starken Kunsthandel und starb in seinem 78sten Lebens-Jahre 1708. Doppelmayr S. 260. v. Sandrart am a. O. S. 338. Von seinen vielen Werken werden hier folgende noch bemerkt: a) ein Brustbild Kr. Rudolph II.; b) ein Brustbild Kr. Ferdinand II.; c) ein Brustbild Kr. Ferdinand III.; d) ein Brustbild des Prinzen von Norwegen, Herzogs von Schleswig; e) Augustins Nachforschung über die Dreieinigkeit, nach Lanfranc; f) ein Brand in der Vorstadt Roms, nach Raphael; g) eine heilige Familie nach Bassano; h) Titians Geliebte als Flora, u. s. w. M. Hubers Handbuch etc. B. I. S. 276.


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Fußnoten

  1. Die ersten Direktoren der Malerakademie zu Nürnberg waren Jakob von Sandrart und Elias Gödeler. Im Jahr 1699 wurde sie nach dem Katharinenkloster versetzt. Der Freiherr v. Hohenau vermachte ihr 2000 fl.; Gottlieb Schmid, ein Maler von Nürnberg, aber 1000 fl. Der vormalige Direktor Joh. Justin Preißler gab dieser Akademie seine schönen Glaspasten und Schwefelabgüsse von antiken geschnittenen Steinen, und von dem berühmten Künstler Johann Kenkel erhielt sie seine besten Modelle von alten u. neuen Statuen. Wills Gesch. der nürnbergischen Malerakademie. (Altdorf 1762.)