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Johann Friedrich Schöpperlin (GND 116889683)


Daten
Nachname Schöpperlin
Vorname Johann Friedrich
GND 116889683
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Friedrich Schöpperlin in der BSB

SCHÖPPERLIN (Johann Friedrich) Rektor des Lyceums zu Nördlingen; daselbst, wo sein Vater Adam Kaspar, damahls Lehrer am Lyceum war, den 24 August 1732 gebohren. Seine gelehrte Mutter Maria Sibilla, gebohrne Wetsch, gab ihm den ersten Unterricht im Lateinischen, und in seinem fünften Jahre kam er in die öffentliche lateinische Schule. Zu Ostern 1751 bezog er die Universität Jena, wo er sich auf die philologische, philosophische, historische, und theologische Studien verlegte, und der lateinischen Gesellschaft Mitglied und Sekretär wurde. Nach der Rückkehr von der Universität 1754 ernannte man ihn sogleich zum Catecheten im Waisenhause zu Nördlingen, und 1755 zum Lehrer der vierten Klasse am Lyceum. Er verheurathete sich mit Maria Barbara, des Nördlingischen Stadtkämmerers Engelhard Tochter, welche ihm 10 Kinder gebohren hat, wovon ihn aber nur ein Sohn überlebte. Im J. 1763 ward ihm das Rektorat des Lyceums übertragen. Schöpperlin hatte Vieles geleistet, und Mehr wäre noch von ihm zu erwarten gewesen, wenn sein Wirken und Leben länger gedauert hätte. Allein er starb schon im vierzigsten Jahre seiner Alters den 15. April 1772. In seinem Unterrichte, und bei seinen übrigen gelehrten Arbeiten wandelte er immer die Mittelstrasse zwischen altem Herkommen, und der Neuerungssucht, und versäumte keine Gelegenheit, das Studium der Alten und der Geschichte zu empfehlen. Schriften:

Vergl. Saxii Onomast litterar. B. VIII. S. 171. Hirsching’s Handbuch fortges. von Ernesti B. XI. Abth. 2. S. 68--71. Meusel’s Lexikon verst. Schriftst. B. XII. S. 379--381. Bougine Handbuch d. Lit. Gesch. B. VI. Supplem. 2. S. 281--283. Hörner’s Lexikon Schwäb. Schriftst. S. 199--202. Ladvocat’s Handwörterbuch B. VIII. S. 684. Jenaische allg. Lit. Z. 1787. V. S. 185. u. 1788. IV. S. 93. Göttinger gel. Anzeigen 1788. II. S. 818.

  1. 1. Commentatio philologica super quaestione: Num ad addiscendam linquam latinam memoria, quam judicio magis opus sit? Jenae. 4. 1751.
  2. 2. Carminum solutio ad comparandam latinae linquae facultatem non leve est praesidium. Oratio, qua aditum sibi ad Socicietatem Latinam Jenensem parabat. 4. ib. 1752.
  3. 3. De causis contemptae Latinorum linquae, oratio adiecta J. C. Crameri orationi de M. T. Ciceronis Tusculano. ib. eod
  4. 4. De poeticae dictionis ab oratoria discrimine; oratio addita Constantini Langii orationi de censoribus veterum litterariis. ib. 1753.
  5. 5. De Academia Jenensi prima Lutherana in Germania; Carmen decantatum, quum sacra eiusdem academiae Natalitia Societa latina celebraret. ib. eod.
  6. 6. De Rudolphi Agricolae, Frisi, in elegantiores litteras promeritis Epistola. ib. eod.
  7. 7. Ad divinam poesin magnum generis Adminiculum esse, Carmen Sapphicum. ib. 1754.
  8. 8. Nummi antiqui rariores aut attriti e tabulis Cronagelianis producti et observationibus illustrati. 8. Onoldini 1757.
  9. 9. Carmen seculare Societati latinae Jenensi suo pluriumque Sodalium exterorum nomine dicatum; in libro inscripto; Tertium Academiae Jenensis Seculum. 8. Jen. 1758.
  10. 10. Jubeldenkmahl, Hrn. Georg Jakob Chinger, ältesten Diacono u. Jubelpriester zu Nördlingen gestiftet. 4. 1762.
  11. 11. Progr. Horatius a criminationibus quorundam vindicatus. 4. Nördling. 1764.
  12. 12. Von der Römischen Königswahl. eb. 1764.
  13. 13. Von der erheblichen Nutzbarkeit der Nördlingischen lateinischen Schulanstalten. eb. 1765.
  14. 14. Vita Dan. Heideri. 4. ib. eod.
  15. 15. Vita G. F. Luzii Theologi. 4. ib. 1766.
  16. 16. Ueber Kaisers Arnolph Bestättigungs Brief vom Jahr 898. eb. 1766.
  17. 17. Biblische Kindergeschichte, zur Aufklärung der Sittenlehre für Schulen. 2 Theile. Nördling. 8. 1766.
  18. 18. Sueviae veteris per temporum periodos descriptae primae lineae, ad supplendam Speneri Notitiam Germaniae. 4. ib. 1767.
  19. 19. Sueviae mediae per pagos descriptae primae lineae ad emendandam supplendumque Chronicon Gotvicense. ib. 1768.
  20. 20. Vita Theobaldi Billicani. ib. eod.
  21. 21. Ad vitam Theob. Billicani quaedam capita ex historia ecclesiastica atque litteraria curatius exposita. ib. eod.
  22. 22. Vita Jac. Steudlini Theologi, descripta, et ad supplendum continuandumque Seckendorfii Lutheranismum de reformatione Nordlingensi ex iure canonico particulari notisque publicis illustrata. ib. 1769.
  23. 23. Von dem Rechte der Schullehrer, aus den wesentlichen Begriffen des Schul und Erziehungsamts entwickelt. eb. 1770.
  24. 24. Ueber K. Sigmund Lehnbrief von 1431 die Nördlingische Reichsmünze betreffend. eb. 1770.
  25. 25. Kritisches Verzeichniß der Nördlingischen Goldgülden. eb. 1770.
  26. 26. Zur Ergänzung u. Berichtigung des Verzeichnisses der Nördling. Goldgülden. eb. 1771.
  27. 27. Verzeichniß der Nördlingischen Groschen u. Groschenförmigen Stücke. eb. 1771.
  28. 28. Populärer Religionsbegriff für evangelische Schulen u. Gymnasien. 8. Nördlingen 1771. 2te Aufl. eb. 1774.
  29. 29. De romanae linquae cultoribus; in Actis Societatis Latin, Jenens. B. II. S. 241--282.
  30. 30. Elogium Conradi Jkenii; ibid. B. III. S. 326--336.
  31. 31. De ritu victimarum de fronte crines praecidendi, ex loco Virgilii obscuriore Commentatio; ibid. B IV. S. 232--246.
  32. 32. Nutrix Romana, Commentatio; ibid. B. V. S. 252--290.
  33. 33. Anzeige einer alten Handschrift der Vulgata von 1398; in Riederers Abhandlung aus der Kirchen- Gelehrten- und Büchergeschichte.
  34. 34. Aufsätze in den Nördlingischen wöchentlichen Anzeigen 1766--1771.
  35. 35. Aufsätze u. Renzensionen in dem Magazin für Schulen u. die Erziehung (Nördling. 6 Bände 1767--1771.)
  36. 36. Die meisten seiner kleinen Schriften sammelte Diakon Böckh, und gab sie heraus unter dem Titel: J. F. Schöpperlin’s kleine historische Schriften. Erster Band. 471 S. 2ter Band. 493 S. Nördlingen b. Beck 8. 1787. Vor dem 2ten Bande stehet ein Abriß von Schöpperlin’s Lebensgeschichte.
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