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Anton Schwarz (GND 12948654X)


Daten
Nachname Schwarz
Vorname Anton
GND 12948654X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Anton Schwarz in der BSB

Schwarz, (Anton), geboren zu Mannheim den 10. Junius 1753, fieng schon im 9ten Jahre seines Alters das Violonzell[1] zu spielen an, und nahm auf diesem Instrumente Unterricht beim Hofmusikus zu Mannheim Innocenz Danzi, dem Vater des Kapellmeisters, und der großen Sängerinn Le Brün. Als er 13 Jahre alt gewesen, spielte er sein erstes Konzert bei Hofe, und gefiel dergestalt, daß er sogleich bei der Churfürstl. Hofmusik angestellt wurde. Im Jahre 1776 unternahm er seine erste Reise nach Paris, wo er öfters im Konzert spirituel spielte, und sich großen Ruhm und allgemeinen Beifall erwarb. Da er auf solche Art sich eine ausgebreitete Celebrität erworben hatte, besuchte er mehrere Städte von Frankreich und Deutschland, und ward überall willkommen, überall mit Ehre und Ruhm gekrönt. Er bildete 22 Violonzellisten, worunter Philipp Moralt und Maximilian Bohrer die bedeutendsten sind. Die Fertigkeit im Spiele, die Gewandheit in Ausführung der schwersten Stellen, der feine, klingende, herzerhebende Ton, den er aus diesem Instrumente herauszuheben weiß, sind Eigenschaften, die noch jeder Künstler und Musikkenner an dem Violonzellisten Schwarz bewunderte, und die jedermann für sein Spiel und seine Kunst gewannen.


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Fußnoten

  1. Die kleine Baßgeige (Violonzello) wurde zu Anfange des 17ten Jahrhunderts von einem französischen Tonkünstler, Namens Tardieu, erfunden. Im Grunde ist dieses keine Erfindung, sondern eigentlich nur die Verwandlung der Knie-Geige (Viola da Gamba) in das Violonzell. Dieses Instruments starker, schöner und männlicher Ton, besonders aber seine angenehme Höhe, hat die nicht nur am Ton schwächere und mehr näselnde Viola di Gamba verdrängt, sondern es auch zu einem der angenehmsten Konzertstimmen geschickt gemacht. Knauer’s kurzgefaßte Anweisung das Violonzell zu spielen. (Speyer 1788.)