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Philipp Sedlmayr (GND 129486663)


Daten
Nachname Sedlmayr
Vorname Philipp
GND 129486663
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Philipp Sedlmayr in der BSB

Sedlmayr, (Philipp), zu Alt-Hegnenberg (im Isarkreise) 1760 geboren, sollte sich nach dem herzlichen Wunsche seiner Mutter, eines Bauernweibes, dem geistlichen Stande widmen, und brachte es bei ihrem Vetter, dem damaligen Prälaten der Prämonstratenser-Abtei zu Steingaden dahin, daß er dort in früher Jugend Unterricht in der lateinischen Sprache, dann in der Musik erhielt. Als ein guter Sopranist erhielt er in der Folge unentgeldliche Aufnahme im Seminar zu München, wo er sich im Musikfache noch mehr bildete, und dann im dortigen Gymnasium und Lyceum studirte. Da er keinen Beruf zum Klosterleben fühlte, so hörte er am Schulhause zu München die Theologie; allein bei genauer Selbstprüfung fühlte er auch zum Weltpriesterstande keine Neigung; würde aber doch aus Mangel einer Aussicht zur Versorgung sich hierzu entschlossen haben, wenn er nicht zufallig mit dem berühmten Tenoristen Valesi Bekanntschaft gemacht hätte, der ihm bei seiner schönen Baßstimme rieth, sich ganz der Musik zu widmen, und ihm in der Singkunst sich zur Unterweisung anbot. Sedlmayr ergriff mit beiden Händen diese herrliche Gelegenheiten, und gieng aus der Schule des Valesi als ein guter Sänger hervor. Als ihn Churfürst Karl Theodor zum ersten Mal im Konzerte singen hörte, äußerte er über dessen Gesang seine volle Zufriedenheit, und stellte ihn 1786 als Hofsänger an, in welcher Eigenschaft er den 20. Februar 1808 zu München zu frühe für die Kunst und seine Kinder starb. Dieser gute Sänger war auch bei Opern am Königl. Hoftheater angestellt, und spielte sehr naiv und mit vieler Natur und Kunst komische Rollen, z. B. den Verwalter in den beiden Savojarden; den Hanns Christoph im rothen Käppchen; u. s. w.


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