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Joseph Steinbichler (GND 133960706)


Daten
Nachname Steinbichler
Vorname Joseph
GND 133960706
( DNB )
Wirkungsgebiet Religion


BSB Joseph Steinbichler in der BSB

STEINBICHLER (Joseph) Stifts-Prediger zu Altenötting. Er wurde am 5. April 1769 zu Söllhub bei Chiemsee in Oberbaiern gebohren, erhielt seinen ersten Unterricht zu Rosenheim, dann im Klosterseminar zu Chiemsee, von wo er in die vierte Klasse an das Gymnasium zu Salzburg kam. Im J. 1790 vertheidigte er öffentlich Sätze aus der praktischen Philosophie, kam 1791 als Alumnus in das Priesterseminar zu Salzburg, war in demselben Repetitor für mehrere Lehrfächer, und wurde zum Weltpriester ordinirt. Im Jahre 1795 wurde er als Selsorgsgehülfe nach Berg unweit Schnaitsee, und 1797 nach Krayburg versetzt. Er ließ sich fortwährend das Studiren, die Funktionen der Selsorge, und das Schulwesen mit dem rühmlichsten Eifer angelegen seyn. Da er hierauf zu Altenötting an der Stiftskirche die Predigerstelle erhielt, zeigte er sich auf der Kanzel als einen aufgeklärten christlichen Redner, und als vorzüglich guten praktischen Volkslehrer für alle Stände. Zugleich übte er die Selsorge mit Thätigkeit und Klugheit aus, und unterstützte die Armen freigebig. Er starb, erst 32 Jahre alt, am 25. Mai 1801. Sein Tod war eine Folge seiner schwachen, auf der Kanzel zu sehr angestrengten, Brust; dazu noch häufige bittere Kränkungen von Uebelgesinnten, und ein, bei einem Kranken geerbtes, Nervenfieber kamen. Seine von ihm selbst verfertigte Grabschrift heißt: Ich starb im Kampfe nach der Freyheit meines bessern Ichs; Was ich nicht errang, das ersetze und vergüte durch Jesus Gott! -- Im Drucke erschien von ihm: Abhandlung von dem Einfluß der Arbeitsamkeit auf Menschenglück, dann Beschreibung des Brandes zu Neuötting, und eine Predigt von der Aufhebung des Fastengebotes. Er war auch Mitarbeiter an der Oberteutschen allg. Literaturzeitung, am ersten Jahrgange von Kapler’s Magazin für katholische Religionslehrer, am Baierischen Wochenblatt, und am Münchner Intelligenzblatt.


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