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Abadias Treu (GND 117417092)


Daten
Nachname Treu
Vorname Abadias
GND 117417092
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Abadias Treu in der BSB

Treu, (Abadias), wurde zu Ansbach den 29. Julius 1597 geboren, wo sein Vater Michael Trew, auch Treu damals Stadtcantor gewesen. Als sein Vater 1601 Conrector am Gymnasium zu Heilbrunn geworden, kam auch der Sohn mit dahin, und studirte daselbst. Im Jahre 1618 begab er sich auf die hohe Schule nach Wittenberg, und wurde 1621 zum Magister promovirt, wornach er in das Vaterhaus zurückekehrte, und bald darauf als Pfarr-Substitut zu Heidenheim, dann als Diakon zu Merkelbach angestellt wurde. Im Jahre 1623 fand er, daß es nicht gut seye, wenn der Mensch allein wäre, und nahm sich ein Weib, und wurde endlich 1625 Rektor an der Schule zu Ansbach. Die eben damals ausgebrochenen Kriege veranlaßten, daß drei Jahre lange die Besoldungen nicht bezahlet werden konnten; allein eben diese Stockung verdroß den Abadias Treu, und er legte 1635 sein Rectorat nieder, und suchte als Professor zu Altdorf angestellt zu werden. Den 30. Jäner 1636 wurde er auch wirklich an dieser hohen Schule als Professor der Mathematik, und im Jahre 1650 zugleich als Professor der Physik angestellt. Er war wahrend dieser Zeit zwei Mal Rektor der Universität erhielt 1654 auch das Amt elnes Inspektors des Norikums, und starb den 7. April 1669. Seine zur Musik gehörigen Schriften sind: a) Disputatio de natura Musicae. (1645.) b) Disputatio de natura soni et auditus. (1645.) c) Disputatio de causis consonantiae et dissonantiae. (1648.) d) Disputatio de divisione Monochordi. (1662.) e) Janitor Lycei musici. (Rotenb. 1635.) f) Directorium mathematicum (Norimb. 1657.) wo im dritten Buche ein Compendium Harmonicae seu Canonicae, ad partes Matheseos speciales pertinens, vorkömmt. Uebrigens ist Treu auch der Erfinder derjenigen Temperatur, die Prinz im 3ten Theile seines satyrischen Komponistens beschreibt. Freheri Theatrum virorum erudit. clar. p. 1556.


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