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Georg Vogl (GND 128826037)


Daten
Nachname Vogl
Vorname Georg
GND 128826037
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Georg Vogl in der BSB

Vogl, (Georg), ein Schullehrers Sohn von Fremersdorf, bei Speinshart, Landgerichts Eschenbach, wurde daselbst den 23. Mai 1725 geboren. In seiner Jugend war er Fürstbischöflicher Kapellknabe in Freising, spielte nebenher Klavier und die Violine, und studirte bei dem berühmten Kapellmeister von Kammerloher in Freising die musikalische Komposition. Hierauf ernannte ihn der Herzog Clemens von Baiern zu seinen Hofmusikus, und schickte ihn nach Italien, um sich daselbst in der Tonsetzkunst mehr auszubilden. Vogl schrieb in diesem Lande der Tonkunst viele Kirchenmusiken, und auch Opern für das Theater, die in Venedig, Neapel, Padua und Rom mit sehr großem Beifalle aufgeführt wurden, und nebst diesem errang er sich Celebrität durch sein vortreffliches Spiel auf der Violine. Ehevor schrieb er in Baiern für die Jesuiten-Theater an den Lyceen und Gymnasien mehrere lateinische Singspiele, Meditationen u. s. w. Das letzte Singspiel dieser Art schrieb er 1761 zu Neapel für das Jesuiten-Theater in Neuburg an der Donau, und schickte die Musik dahin. Er starb in eben diesem Jahre den 19. Nov. 1761. Seine ältern zwei Brüder waren ebenfalls in der Musik sehr erfahren, und erwarben sich durch ihre Komposition für die Kirche großen Ruhm. Der eine, P. Benedikt Vogl war Benediktiner im ehemaligen Reichsstifte Ottobeurn, und der andere, P. Christoph Vogl, im ehemaligen Reichsstifte Weingarten. Beide sind bereits ebenfalls gestorben.


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