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Johann Christian Voigt (GND 135936071)


Daten
Nachname Voigt
Vorname Johann Christian
GND 135936071
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Christian Voigt in der BSB

VOIGT (Johann Christian) Medikus zu Schwarzach unweit Culmbach im Baireuthischen. Er wurde am 22. November 1725 zu Zoppoten unweit Lobenstein gebohren, wo sein Vater ein Handelsmann war. Er studirte in Leipzig die Arzneywissenschaft ward aber im Jahre 1741 wegen seiner ansehnlichen Leibesgrösse gewaltsam unter die Leibgarde in Dresden genohmen. Während seiner Soldatenstandes hatte er Zutritt in die Hofapotheke, verwendete alle Zeit, die ihm von dem Wachtdienst, und vom Exerciren übrig blieb, auf Erlernung der Chirurgie, und ward dann, sowohl bei der Garnison zu Dresden, als 1743 an den Feldspitälern als Feldarzt verwendet. Nach der Schlacht bei Kesselsdorf, in welcher er 2 gefährliceß Wunden bekam, erhielt er seine Entlassung vom Militärstande, und setzte hierauf von 1746 bis 1750 zu Erlangen die medizinische Studien fort. Er erhielt den Charakter eines fürstlich Brandenburgischen Hofrathes, und übte die medizinische Praxis zu Thurnau, dann zu Küps bei Cronach, und endlich seit 1768 zu Schwarzach, wo er am 28. Junius 1810 starb. Schriften:

Vergl. Meyer’s Nachrichten von Ansbach. u. Baireuth. Schriftst. S. 396. Baur’s Handwörterbuch merkw. im I. Jahrzehend des 19. Jahrh. gest. Personen B. II. S. 663. Meusel’s gel. Teutschl. B. VIII. S. 245. u. B. XVI. S. 107.

  1. 1. Die auf Vernunft und Erfahrung gegründete Verbesserung der Oefen. 8. Thurnau 1756.
  2. 2. Ueber die Kur eines zurückgetretenen Podagra und Glossagra. 8. ebend. 1756.
  3. 3. Sendschreiben über den Grundstoff der Blattern u. derselben Einimpfung. 8. Küps 1759.
  4. 4. Von der Elektizität u. ihrer Wirkung, aus dem Lichtwesen erläutert. 8. eb. 1760
  5. 5. Das Aufschneiden der Blattern, eine sichere Heilart, wodurch die Narben und Pockengruben verhindert werden, und einige Sätze wider die Inokulation. 4. eb. 1765.
  6. 6. Gutachten über die 1770 und 1771 in Teutschland epidemisch grassirenden Faul- u. Schleimartigen Fieber. 8. Schwarzach bei Culmsbach 1771.
  7. 7. Notanda circa lactis naturam, ejus partes constituentes, ac salubri usu medico, de quibus examen chymicum aliave experimenta de industria instituta sunt Schwarzachi 8. 1772.
  8. 8. Physikalische Bemerkungen über die Bienen, und eine ihrer Krankheiten. 8. Schwarzach 1775.
  9. 9. Gedanken über die Naturkräfte thierischer Körper in dem Zeugungsgeschäfte, besonders der Bienen. 8. eb. 1778.
  10. 10. Sendschreiben an einige Freunde, in welchem zwey Anfragen kürzlich erörtert werden. I. Welchen grossen Einfluß die neumodischen Arzneymittel auf unsere praktische Heilkunde haben? II. Ob der öftere und lange Gebrauch von dem Boerhavischen grauen Temperir u. Resolvirpulver nach dem Vorgeben mancher Aerzte, dem Körper schädlich u. in der Folge der Gesundheit nachtheilig seyn könne? 4. Schwarzach (Culmbach). 1794. 24 S. [1]
  11. 11.* Kurze Geschichte der Drohnenmütter, nebst einigen Bemerkungen über die andern Geschlechtsarten von Bienen, welche ein Freund der Natur u. Bienenkunde in Franken beschrieben u. dem Drucke übergeben hat. 8. Baireuth b. Lübek 1797. 67 S. [2]
  12. 12. Gutachten über die 1756 im Baireuthischen von dem Stich giftiger Bremen enstandene Vieh- und Wildpretseuche; in Hasenests medizinischen Richter S. 102.
  13. 13. Aufsätze im Lobensteinischen Intelligenzblatt.
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Fußnoten

  1. s. Obert. Lit. Z. 1794. II. S. 163.
  2. s. Neue allg. t. Bibl. B. 51. II. S. 413. Obert. Lit. Z. 1797. II. S. 713. Goth. gel. Z. 1798. I. S. 156.