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Johann Traugott Adolph (GND 10016191X)


Daten
Nachname Adolph
Vorname Johann Traugott
GND 10016191X
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Traugott Adolph in der BSB

ADOLPH (Johann Traugott) Doktor und Professor der Medizin zu Altdorf. Sein Vater war Kaufmann zu Hirschberg in Schlesien, und er ward daselbst am 4. Dezember 1728 gebohren. Seine Vorfahren stammten aus Schweden, und sein Urgrosvater kam mit dem König Gustav Adolph nach Teutschland, wo er sich häuslich niederließ. Er studierte zu Hirschberg, zu Lignitz und Görlitz, und hielt am letztern Orte im Jahr 1749 eine öffentliche Rede: De exercitationibus oratoriis scenicis, sive in comoedias et damnum, quod important. Im J. 1750 gieng er nach Jena, wo er Medizin zu studieren anfieng, und 1754 nach Berlin, wo er in das königl. medizinisch-chirurgische Collegium aufgenohmen wurde, und 3 Jahre blieb. Im J. 1758 begab er sich nach Halle, absolvirte daselbst unter Böhmer, und wurde 1759 zum Doktor der Medizin und Chirurgie ernannt. Um sich in seinem Fache mehr Erfahrung zu sammeln, gieng er im damaligen Kriege zur Armee, und brachte den Frühling und Sommer 1760 im Felde und in den Feldspitälern zu. Dann trat er den medizinischen Lehrstuhl zu Helmstädt an, wohin er berufen war, verließ denselben aber im Jahr 1768, und folgte dem Rufe an die Nürnbergische Universität Altdorf zum anatomischen und chirurgischen Lehramte. Seine praeparata anatomica waren sehr fein, und seine Instrumenten-Sammlung, die er nebst seiner Bibliothek der Universität vermachte, war auserlesen. Er hatte einen heftigen höchst reitzbaren Charakter, und sonderbare Gewohnheiten, worunter auch die war, sich zwölfmal im Jahre, nämlich alle Monate einmal, zur Ader zu lassen. Er starb den 11. April 1771 an einem hitzigen Fieber im 43ten Jahre seines Alters. Seine Schriften:

Vergl. Progr. funebr. Altd. 1771. Meusel’s Lexikon verstorbn. Schriftsteller B. I. S. 21. Adelungs Fortsetz. v. Jöchers Gel. Lexikon. B. I. S. 233. Journal von u. für Teutschland. 1785. S. 253. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lexikon B. V. S. 9--12. Will’s Geschichte der Universität Altdorf. S. 95 u. 228.

  1. 1. Dissertatio inaug. de commodis ex scapularum mobilitate homini oriundis. Halae. 4. 1759.
  2. 2. Progr. acad. quo capsam Petitianam pluribus cruris complicate fracti casibus aptandam proponit. 4. Helmst. 1760.
  3. 3. Gravidae sectionem ejusque notatu digniora commemorat, simulque ad anatomen publicam infanticidae spectandam invitat. ibid. 1762.
  4. 4. Diss. anatom. arteriologiae recte concinnandae leges cum specimine arteriae carotidis externae exhibens. ibid. 1764.
  5. 5. Diss. de infanticidii notis sectione legali detegendis. 4. ib. 1764.
  6. 6. D. de morbis catarrhalibus. ib. 1764.
  7. 7. D. de funiculo umbilicali vel intra uterum dissecando. 4. ib. 1767.
  8. 8. Progr. de nervorum longitudine in compensationem multitudinis etc. 4. Altd. 1769.
  9. 9. Oratio aditialis de nervis cogitationes spontaneas reludentibus, quemadmodum praeludunt iisdem sensationes. 4. Norimb. 1769.
  10. 10. Er wollte Eustachii tabulas anatomicas und eine Schrift de nervis brachii liefern, an deren Herausgabe ihn der Tod hinderte.
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