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Johann Friedrich Bauder (GND 11944416X)


Daten
Nachname Bauder
Vorname Johann Friedrich
GND 11944416X
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Johann Friedrich Bauder in der BSB

BAUDER (Johann Friedrich) Bürgermeister zu Altdorf; gebohren am 8. Jäner 1711 zu Hersbruk im Nürbergischen, wo sein Vater Konrad Bauder Bürgermeister und Stadtkämmerer war. Er erlernte die Lebküchnerey, und reisete auf dieser Profeßion durch Baiern, Oesterreich, Mähren, Schlesien, Brandenburg, und Sachsen, ließ sich 1734 in Altdorf häuslich nieder, gab sich einige Zeit mit Geschäften in Eisenwaaren ab, und verlegte sich dann auf den Wein und Hopfen Handel. Er machte sich durch Aufsuchung und Polirung des Altdorfischen Marmors bekannt, den man bald den Bauderischen nannte, und errichtete eine Marmorfabrik, welche in der Folge von seiner Tochter Frau Bauereis zu Nürnberg fortgesetzt wurde. Er verschickte seine Marmorarten, so wie die sonderbarsten von ihm entdeckten Petrefakten an viele fürstliche Höfe. Auch correspondirte er mit vielen Staatsmännern, Gelehrten, und andern angesehenen Personen, und sein viel umfaßender und unternehmender Kopf zeigte sich bei jeder Gelegenheit im günstigsten Lichte. Durch Erfahrung und Nachdenken untersuchte und verbesserte er den, für Altdorf so wichtigen Hopfenbau: und gab mit der Anlage und Kultur seiner eigenen Felder ein schönes Beispiel. Im J. 1746 wurde er in den Altdorfischen Stadtrath gewählt, und rückte in Demselben so fort, daß er 1770 in die erste Stelle des ältesten Bürgermeisters kam. Die damalige ökonomische Gesellschaft zu Burghausen machte ihn zu ihrem Mitgliede, und Kurfürst Maximilian III. ertheilte ihm den Charakter eines Commerzienrathes. Er feierte mit seiner Gattin, einer gebohrnen Schmidin aus Altdorf, im J. 1784 das Ehejubiläum, und starb am 31. Mai 1791. Schriften:

Vergl. Elogium. I. F. Bauderi. 4. Altd. 1791. Will’s und Nopitsch Nürnberg. Gel. Lexikon B. V. S. 58--61. Will’s Gesch. u. Beschreib. der Nürnb. Landstadt Altdorf. 1796. S. 152. 156. u. 293. Meusel’s Lexikon verstorbn. Schriftsteller B. I. S. 208. Rötger’s Nekrolog St. I. S. 3. und St. II. S. 214. Journal von u. für Franken B. II. H. 6. S. 738--740.

  1. 1. Beschreibung eines bei Altdorf im Nürnbergischen neuerlich gefundenen kostbaren und noch nie gesehenen Ammoniten- und Belemniten-Marmors. 4. 1754. Auch in den Fränkischen Sammlungen B. I. S. 298. und in den nützlichen Versuchen u. Bemerk. aus dem Reiche der Natur. Nürnberg. 1760. S. 193. Französisch unter dem Titel: Description du marbre d’Altdorf de la dependance de Nuremberg, nouvellement decouvré. 4. Dann neue Ausgabe unter dem Titel: Beschreibung des kostbaren Altdorfischen Ammoniten und Belemniten Marmors, wie selbige zum erstenmal 1754 gemacht, und im Drucke vorgelegt worden, mit einem Anhange, der die neuesten Entdeckungen des Jahrs 1770 und 1771 von Enbriniten, Astroiten, und Nautiliten, auch andern höchst seltenen Versteinerungen beschreibt, wieder herausgegeben. 4. Altdorf. 1771. [1]
  2. 2. Relation des fossiles decouvertes depuis quelques années dans les environs d’Altdorf, par I. F. Bauder. 8. Altdorf. 1772. Von Dr. Junge aus der vorhergehenden Schrift gezogen.
  3. 3. Nachricht von denen, seit einigen Jahren zu Altdorf entdeckten, versteinerten Körpern. 8. Jena. 1774.
  4. 4. Kurze Abhandlung von der besten Art, den Hopfen zu bauen, nach eigener Erfahrung entworfen. 4. Altdorf. 1776. 2te Aufl. eb. 1795.
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Fußnoten

  1. s. Hall. Naturforscher 1774. St. II. S. 165. Journal des Scavants 1774. April. S. 413. Hamburg. Magazin B. XII. St. 6. S. 639.