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Rosine Le Brün (GND 129461318)


Daten
Nachname Brün
Vorname Rosine Le
GND 129461318
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Rosine Le Brün in der BSB

Brün, (Rosine Le), ebenfalls eine Tochter des berühmten Ludwig August Le Brün, und der großen Sängerinn Franciska, geb. Danzi, wurde den 13. Apil 1785 zu München geboren, lernte das Klavierspielen bei Streicher, und die Singkunst bei ihrer Mutter Bruder, dem Kapellmeister Franz Danzi, worinn sie sich in Hinsicht der Kunst und Fertigkeit sehr auszeichnete. Da sie den 30. November 1801 den Hofschauspieler Karl Stenzsch[1] heirathete, so widmete sie sich ebenfalls der Schauspielkunst, trat mit ungetheiltem Beifalle in Schauspielen und deutschen Opern auf, und wurde hierauf als Hofschauspielerinn angestellt. Schade! für ihr musikalisches Talent, daß sie vom Gesange so wenig Gebrauch macht, zum Theil auch das Klavier aufgiebt, und sich nur für die Schauspielkunst verwendet; sie würde eben so vortrefflich als Sängerinn als wie als Schauspielerinn sich Ruhm und Ehre erwerben, die Kunst aber in jeder Hinsicht gewinnen.


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Fußnoten

  1. Karl Stenzsch, geboren zu Berlin den 3. Dezember 1772, widmete sich anfangs den Wissenschaften, sah sich aber plötzlich von einem mächtigen Gefühle ergriffen, sich der Schauspielkunst zu weihen. In dieser Absicht gieng er 1790 zum grosten Schröder nach Hamburg, der ihn prüfte, und sein Talent, verbunden mit einem schönen Wuchse, und glücklichem Organe, für diese Kunst wahrnahm und bewunderte. Unter der Bildung eines solchen Mannes entwickelten sich in Bälde seine Fähigkeiten, und er reifte um so früher zum selbstständigen Künstler heran, als er die erforderlichen Vorbereitungs-Wissenschaften, Aestetik, Poesie, Beredsamkeit, Sprachen und andere Kenntnisse schon mit sich gebracht hatte. Im Jahre 1792 begab sich Stenzsch nach Frankfurt am Main, wo sich seine Celebrität bald weiters verbreitete, er den Ruf nach Mannhem erhielt, und daselbst 1797 ankam. Von dort wurde er 1799 zum Hoftheater nach München versetzt, und hatte daselbst einen so schwereren Stand, als er nach dem berühmten Lieblings-Schauspieler Anton Huck die Rollen als erster Liebhaber übernehmen mußte. Schröder’s Zögling überwand indessen alle Schwierigkeiten, und seine Kunst siegte. Stenzsch gefiel allgemein, und nur er konnte dem Münchener Publikum einen Huck zwar nicht vergessend machen, doch ersetzen.