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Wilhelm Burucker (GND 103143203)


Daten
Nachname Burucker
Vorname Wilhelm
GND 103143203
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft


BSB Wilhelm Burucker in der BSB

BURUCKER (Wilhelm) Mechaniker und Optikus zu Nürnberg; daselbst am 21ten Februar 1728 gebohren. Sein Vater, ein guter Zirkelschmidt, gab ihm Unterricht in Verfertigung verschiedener Instrumente, und er wurde hierin sehr geschickt. Dann studirte er Mathematik, und hielt sich bei dem Nürnbergischen Mathematiker Ebersberger auf, so wie er den Unterricht anderer Gelehrten wohl benützte. Er verfertigte sehr gute Luftpumpen, alle Arten der Mikroskopien, Teleskopien, Perspektive, Instrumente zur Feldmeßkunst und Marktscheidekunst, dioptrische Polymetroscope, und Stahlmagnette. Lord Bute kaufte ihm sein Universalmikroscop ab, und nahm es mit sich nach London. Burucker verfertigte für die Kadetenschule zu Petersburg, für die Akademie der Wissenschaften zu München, und für das Arsenal in Warschau vollständige, mit Beifall aufgenohmene, Werk- und Messzeuge. Er starb am 20. Mai 1801. Seine Schriften:

Vergl. Museum teutsches 1777. B. II. S. 221. Kiefhabers monath. Anzeigen 1800. S. 171. Bibl. Nor. Will. Band. III. n. 930. Wills und Nopitsch Nürnb. Gel. Lexikon B. V. S. 132--135. Meusels gel. Teutschl. B. XI. S. 123. Bauers Handwörterbuch im 19ten Jahrh. gestorbn. Personen B. I. S. 197.

  1. 1. Joh. Wilh. Stocks Kupferstechers, und W. Buruckers Mechanici Nachricht von heraus zu gebenden optischen Zeichnungen, und der dazu gehörigen Spiegel. 4. Nürnberg. 1761.
  2. 2. Beschreibung eines Polymetroscopii dioptrici, oder optischen Instruments, vermittels dessen man die Gesichtswinkel messen, und die Entfernung eines Objekts aus dessen bekannter Breite, und umgekehrt aus dessen bekannter Länge die unbekannte Breite bestimmen kann; ingleichen eine Wiese oder Feld aus einem Stand ohne Meßkette zu messen, und in Grund zu legen, benebst dessen rechten Gebrauch und 2 Kupf. ebend. 8. 1766.
  3. 3. Beschreibung und Abbildung einer neuen optischen Maschine, welche 3 Hauptinstrumente, nämlich ein neu erfundenes Feldmeßlineal, ein accurates Höheinstrument und eine richtige Wasserwaag enthält, ingleichen einer besondern neu zusammengesetzten optischen Nivellir- oder Wasserwaag, welche ausserdeme zu einem Wall- oder Mauerngucker gebraucht werden kann. eb. 8. 1769.
  4. 4. Beschreibung und Abbildung von einem recht vollständigen Universalmikroscop, welches dreierlei Arten von Sonnen-Mikroscopien, ein Compositum, ein avotomisches, ein einfaches, und ein Hand- oder Spatzier-Mikroscop, auch 2 Arten von cameris obscuris abgiebt. Mit 8 Kupfern. eb. 4. 1776.
  5. 5. Nachrichten und Unterricht von verschiedenen magnetischen und andern Kunstsachen. eb. 12.
  6. 6. Beschreibung einer Vergleichungsscheibe, auf der man mit einem Blicke übersehen kann, welche Zeit es auf der großen Stadtuhr, und auf der kleinen Uhr ist. eb. 1800.
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