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Johann Degler, auch Degle und Deggeler (GND 120101696)


Daten
Nachname Degler, auch Degle und Deggeler
Vorname Johann
GND 120101696
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Johann Degler, auch Degle und Deggeler in der BSB

Degle auch Degler, (Franz Joseph) ein Schüler des berühmten Freskomalers Schäfler, wurde 1724 zu Augsburg gebohren, und arbeitete dort in Oel, Fresko und Miniatür. In der Malerakademie zum heil. Lukas zu Rom erhielt er 1765 unter 44 Mitwerbern den zweiten Preis. Von seinen Werken befindet sich in München a) in der Pfarrkirche zu U. L. Frau ein Altarblatt nach Andreas Wolf, die heil. Apolonia; b) in der ehemaligen Karmeliten Kirche, die heil. Theresia; c) in der nunmehrigen Kongregationskirche malte Wolf zwar das Altarblatt die heil. Dreifaltigkeit; allein nach dessen Tode Degler die untern Figuren, und d) im ehemaligen lateinischen Kongregations-Saale war ein Bild der heil. Augustin von ihm. Die Zeichnung in seinen Gemälden ist schön, der Ausdruck edel, die Behandlung ganz im Stile des berühmten Wolf. Westenrieder Beschreib. der Stadt München. S. 153, 188, 206 u. 345. Rittershausen Merkwürd. S. 88, 107, 151. In der Pfarrkirche zum heil. Martin in Landshut ist das Altarblatt: der heil. Lorenz, von ihm gemalt, zu sehen. Meidinger. S. 144 u. 240. In der Domkirche zu Freising ist das Altarblatt: Pauls Bekehrung; in der obern Stadt Pfarrkirche zu Ingolstadt das Altarblatt: der heil. Sebastian; in der ehemaligen Klosterkirche zu Attl das Altarblatt: Christus am Kreutze etc. von ihm. In der ehemaligen Klosterkirche zu Weihenstephan das Choraltarblatt: Mariens Himmelfarth. In der ehemaligen Franziskanerkirche zu Neuötting befanden sich drei Altarblätter: die unbeflekte Empfängniß, Johann von Nepomuk und Anton von Padua von seinem Pinsel. Er lebt dermal aus Mangel an Arbeit, in hohem Alter, zu Augsburg sehr dürftig.

Nachtrag aus: Lipowsky Künstler II

Degler, auch Degle und Deggeler (Johann), war anfangs bei dem berühmten Hofmaler Andr. Wolf Farbenreiber, und benutzte seine Freistunden zum Zeichnen. Wolf bemerkte das aufkeimende Talent dieses Menschen, gab ihm Unterricht hierin und bildete ihn endlich zum Maler. Deglers Arbeiten fanden Beifall, und da er sich ganz an die Manier seines Meisters hielt, so übertrug man ihm das von Wolf bis auf die untern Figuren gemalte Choraltarblatt für die Karmelitissinnen, jetzt Kongregationskirche nach dem Tode dieses Künstlers zu vollenden, und Degler entsprach der Erwartung zu jedermanns Zufriedenheit, worauf er zum churbaierischen Hofmaler ernannt wurde. In München befinden sich von ihm folgende Altarblätter: in der Pfarrkirche zu U. L. Frau: die h. Apollonia, nach Andreas Wolf, und in der ehemaligen Karmelitenkirche: die heil. Theresia. In Landshut in der Martinspfarrkirche das Altarblatt: der heil. Lorenz; in der Domkirche zu Freising das Altarblatt: Pauls Bekehrung; in der obern Stadtpfarrkirche zu Ingolstadt: der heil. Sebastian; in der ehemaligen Klosterkirche Attl: Christus am Kreuze; in der ehemaligen Klosterkirche zu Weihenstephan das Choraltarblatt: Mariens Himmelfahrt; und in der ehemaligen Franziskaner-Kirche zu Neuötting die Altarblätter: die unbefleckte Empfängniß, Johann von Nepomuk und Anton von Padua. Er starb um das Jahr 1729 zu München. Die Zeichnung in dieses Künstlers Gemälden ist schön, der Ausdruck edel, und die Behandlung ganz im Style seines großen Lehrers Wolf. Allg. Anzeiger für Literatur und Kunst. Jahrgang 1808. Nro. 13. u. 14.


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