Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren

Iohann Baptist Durach (GND 12111807X)


Daten
Nachname Durach
Vorname Iohann Baptist
GND 12111807X
( DNB )
Wirkungsgebiet Kunst


BSB Iohann Baptist Durach in der BSB

DURACH (Iohann Baptist), hochfürstl. Hofrathssekretär zu Passau, geboren zu Salzburg am 24ten Nov. 1766. Er fieng seine Studien zu Salzburg an, und sezte sie zu Passau, wo sich sein Vater (ein braver Porträtmahler, von dem eine biographische Skizze im Salzburger Intelligenzblatte 1801 St. 51 und 52 steht) im Iahr 1782 ansiedelte, bis zur Vollendung der Philosophie fort. Er studirte dann zu Passau und zu Ingolstadt die Rechtswissenschaft, übte sich in dem praktischen juristischen Geschäftsgange und in den Kanzleyarbeiten, erhielt am 19ten Angust 1796 den Access bey der hochfürstl. Hofrathskanzley zu Passau, verbunden mit einigen Nebenbedienstungen, ward den 16ten Okt. 1798 zum Rathsprotokollisten daselbst, und den 16ten Iulius 1802 zum wirklichen Hofrathssekretär befördert.

Seine Schriften sind:

  • Skizzen von Heroismus und Biedersinn, ein Geschenk für Teutschlands Patrioten, 8. Leipzig und Wien bey Hohenleitter, mit einem Titelkupfer u. Vign. 1790, 394 S.
S. Obert. ALZ. 1790, I. S. 721.
  • Weibertreu und Pfaffengrimm, eine vaterländische Ritterscene aus den Zeiten der Kreuzzüge, 8. Leipz. u. Wien, 1791, 140. S.
S. Obert. ALZ. 1791, II. S. 154.
  • Gebhard der Zweyte, Kurfürst von Köln, und Agnes von Mannsfeld, Kanonissinn von Girrisheim, eine Bischofslegende aus dem XVI. Iahrhunderte, 8. ebend. mit einem Titelkupfer 1791, 514 S.
S. Obert. ALZ. 1793, I. S. 652.
  • Hellfried und Hulda. Ein Mährchen aus den gräuelvollen Tagen der Vorwelt. 8. Leipzig bey Fleischer, 1792, 238 S. (nachgedrukt noch im nämlichen Iahre zu Hohenzollern (Wien) von Wallishauser, u. in der Wienerlandbibliothek.)
S. Obert. ALZ. 1792, II. S. 224.
  • Geschichte des abendländischen Kirchenschisma, ein wichtiger Beytrag zur nähern Beleuchtung der damaligen Verfassung der Kirche, und der Charakteristik der römischeh Bischöfe. Aus dem Französischen Peters Dupui übersezt, und mit Anmerkungen begleitet (Gemeinschaftlich mit dem nunmehrigen Advokaten Hrn. Doktor Falkner in Wien bearbeitet.) Frankfurt und Leipz. 1792, 8. 467 S.
S. Obert. ALZ. 1792, I. S. 833--835.
  • Sara von Uriz, oder das Ruingespenst, eine Kunde aus der Vorwelt, 8. Hof, bey Grau, 1793 428 S. (nachgedrukt im nämlichen Iahre, Wien b. Wallishauser, und in der Wienerlandbibliothek).
S. Obert. ALZ. 1793, II. S. 571.
  • Die Adelritter, ein Gräuelgemählde aus den Zeiten der Vehmgerichte in fünf Handlungen, 8. Mit einem Titelkupf. Görliz bey Hermsdorf u. Anton, 1793, (auch nachgedrukt), 172 S.
S. Obert. ALZ. 1795, II. S. 1225--1228.
  • Eva Trollin, Nebengeliebte Heinrichs des Iüngern, Herzogs zu Wolfenbüttel. Szenen und Gemählde aus der ersten Hälfte des 16ten Iahrhunderts, den Zeiten der Reformation, 2 Theile Leipzig bey Weygand, mit 1 Titelk. 1793. 8.
  • Konrad von Kauffungen, oder der Fürstenraub, aus dem fünfzehnten Iahrhundert, 2 Theile, 8. Berlin im Verlag der königl. preuss. akademischen Kunst und Buchhandlung, mit gestochenen Titeln, Titelkupf. u. Vignetten, 1794.
  • Raspo von Felseneck, oder der Gottesgerichtskampf aus dem eilften Iahrhundert. In 2 Theilen, Berlin, mit 2 Vign. 1795, 8. 236 u. 232 S.
S. Obert. ALZ. 1795, II. S. 718.
  • Noch eine Warnung vor der Gefahr des Lebendigbegrabens und dem Entsetzlichen des Lebendigbegrabenwerdens. 8. Salzburg bey Duyle, 1795.
  • Eleonora del Monti. Eine Geschichte aus dem achtzehnten Iahrhundert. Berlin in der akademischen Kunst. u. Buchh, 1796, 328. S.
S. Obert. ALZ. 1796. II. S. 710.
  • Philippe Welserin, aus dem sechszehnten Iahrhunderte, 8. Berlin, 1797.
  • Die Franzosen in Passau, eine beurkundete Geschichtserzählung; in Zauners Beyträgen zur Geschichte des Aufenthalts der Franzosen im Salzburgischen und angränzenden Ländern, (auch besonders abgedruckt, 8. Salzb.) 1802.

Er hat auch Palms interessante Szenen aus der Geschichte der Menschheit in einem vierten Bändchen fortgesezt (Hannover 1802), und redigirt die seit 1801 in der Ambrosischen Hofbuchdruckerey zu Passau (von Franz Xaver Huber) herauskommende Wochenschrift: der oberteutsche Volksfreund.

Mehrere anonyme Gelegenheitsgedichte.

Anonyme Aufsätze im Weltbürger, und in andern periodischen Schriften.


Vorheriger
Vorheriger
Eintrag
Seite 264 Seite 266 Nächster
Nächster
Eintrag