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Johann Georg Eisen von Schwarzenberg (GND 118529625)


Daten
Nachname Eisen von Schwarzenberg
Vorname Johann Georg
GND 118529625
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion


BSB Johann Georg Eisen von Schwarzenberg in der BSB

EISEN von Schwarzenberg (Johann Georg) gebohren zu Polsingen im Ansbachischen, nachmaligen Baierischen Rezatkreise am 19. Jäner 1717. Sein Vater Gottfried Eisen war Pastor zu Polsingen, und führte den Beynahmen von Schwarzenberg wegen eines von der Familie in alten Zeiten beseßenen Landgutes dieses Nahmens in Böhmen. Von 1736 bis 1740 studierte er zu Jena Theologie und Arzneywissenschaft. Im Jahre 1741 gieng er nach Petersburg, wo er 1742 Feldprediger bey einem russischen Dragonerregiment, und bald darauf Pastor zu Torma in Liefland wurde. Er verheurathete sich daselbst, beschäftigte sich mit mancherley nützlichen Erfindungen und Unternehmungen, legte aber 1775 das Predigtamt nieder, und wurde 1776 als Professor der Oekonomie in Mietau angestellt. Auch hier blieb er nicht lange, sondern kam zum Graf Tzernischef nach Jaropolz in Liefland als Erzieher seiner Kinder mit sehr großem Gehalte. Er starb am 4. Jäner 1779. Seine Schriften:

Vergl. Adelungs Fortsetzung von Jöchers Gelehrten Lexikon B. II. S. 853. Gadebusch Liefländ. Bibl. Th. I. S. 250--291. Vocke Ansbach. Geburts und Todten Almanach Band. I. S. 51--53. Meusels Lexikon verstorbn. Schriftsteller. B. III. S. 76.

  1. 1. Die Kunst, alle Küchenkräuter und Wurzeln zu trocknen, und in Kartuse zu verpacken. Schloß Oberpahlen. 4. 1771. Verm. Aufl. Riga. 1772. Fortgesetzte Mittheilung dieser Kunst. 8. Reval. 1773. Wurde an mehreren Orten nachgedruckt, und in das Polnische, Englische, Spanische und Schwedische übersetzt.
  2. 2. Die Blatternimpfung erleichtert, und hiermit den Müttern übertragen. 8. Riga. 1774.
  3. 3. Der Philantrop, eine periodische Schrift. Erstes Stück. Mietau. 1777.
  4. 4. Das Christenthum nach der gesunden Vernunft und der Bibel. 8. Riga. 1777.
  5. 5. Das thätige Christenthum, in Betrachtungen für Jedermann. eb. 1777.
  6. 6. Vom Senkraum in hölzernen Gebäuden; in den Rigaischen Anzeigen. 1763.
  7. 7. Beschreibung der Leibeigenschaft, wie solche in Liefland eingeführt ist; in der Sammlung Rußischer Geschichten B. 9. S. 491--527.
  8. 8. Ein Brief von der Einimpfung der Blattern; im Hamburger Correspondenten 1769.
  9. 9. Neuer Versuch, die Blatternimpfkunst auszubreiten; in der Petersburger Zeitung 1770. Anhang n. 69.
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