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Kaspar Erhard (GND 129766771)


Daten
Nachname Erhard
Vorname Kaspar
GND 129766771
( DNB )
Wirkungsgebiet Religion, Wissenschaft


BSB Kaspar Erhard in der BSB

ERHARD (Kaspar), Benediktiner zu St. Emmeram in Regensburg, geboren zu Stadel in Oberbaiern am 3ten Ian. 1685. Er studirte die ersten Klassen zu Landsberg, und die Rhetorik, zu München, wurde den 15ten Sept. 1702 in das Reichsstift St. Emmeram zu Regensburg aufgenommen, in das den baierischen Benediktinerklöstern gemeinschaftliche Noviziat, das damals zu Tegernsee war, gesendet, und legte den 6ten Iänner 1704 die Ordensgelübde ab. In den Iahren 1706 und 1707 studirte er die Philosophie im Kloster zu Benediktbeuern, dann die Theologie 3 Iahre lang zu Weihenstephan, und ein Iahr lang zu Salzburg, und wurde zum Priester ordinirt. Er war dann Seelsorger und Kooperator zu St. Rupert in Regensburg, und im Reichsstifte St. Emmeram Professor der Physik; im Iahr 1716 Professor der Physik im Kloster zu Oberaltaich, und 1718 im Kloster Michelfeld in der obern Pfalz; im Iahr 1725 Prior seines Stiftes, und endlich 1729 Probst zu Hohengebraching, wohin er zur Wiederherstellung seiner sehr geschwächten Gesundheit versezt ward. Er starb am 29sten Mai 1729. Er führte, da er noch Professor und Prior war, einen sehr ausgebreiteten literarischen Briefwechsel mit verschiedenen gelehrten Benediktinern, unter denen sich Renatus Massuet, Prudentius Maran, Petrus Quarin in Paris, Franz Schmier zu Salzburg, Virgil Sedelmayr zu Wessobrunn, Eusebius Amort zu Polling, Karl Meichelbeck zu Benediktbeuren u. m. a. befanden.

Er gab folgende Schriften heraus:

Liber I. physicorum in compendio datus. Liber II. Ratisbonae, 1714.

Amica unio theologiae scholasticae cum ascetica, seu de septem perfectionibus divinis dissertationes, 8. Ratisb. 1719.

Dissertatio ascetico-scholastica de natura et dotibus theologiae asceticae, 8. Ratisb. 1719.

Habitus naturalis noviter expensus, 4. ibid. 1718.

Habitus supernaturalis expensus, 4. ibid. 1713.

Diss. ascetica de beatitudinis desiderio, 4. ibid. 1720.

Institutiones planae et faciles de theologia positiva ad incendendum studium S. S. literarum, 8. ibid. 1725.

Instructio et manuductio ad theologiam mysticam seu contemplationem et dilectionem Dei, per vias planas, rectas et tutas omni christiano, qui vult pie et perfecte vivere, utilis et accommodata, 8. Augsb. Vindel. 1727.

  • Soliloquium illustr. et excell. comitis Ernesti de Metternich a Calvinista conversi etc. commentario polemico declaratum, 8. Ratisb. 1728.
Es erschien darauf: Bescheidene und unpartheyische Gedanken über das Soliloquium, oder Gespräch mit sich selbst, wodurch der Hr. Gr. v. Metternich sich soll haben bewegen lassen, die römischkatholische Religion anzunehmen, 8. Frankf. und Leipz. 1728.

Christliches Handbüchlein zur wahren christlichen Vollkommenheit, 8. Regensb. 1727, 2te Auflage, ebendas. 1728.

Sittenkatechismus (nach des Verfassers Tode vom Fürstabt, Ioh. Baptist Kraus, herausgegeben), 12. Regensb. 1738.

Theses ex philosophia, 1717--1724. theils gedruckt, theils in Kupfer gestochen. Er hinterliess sehr viele Manuskripte, z. B. Theologiam ascetico-positivam in 12 Bänden; Reflexiones morales in Nov. Testamentum; Historiam monasterii S. Emmerami; Historiam sui aevi, und seine eigne Lebensgeschichte, sammt den Abschriften seiner wichtigsten Korrespondenz.

S. Eigne Sammlungen. Privat-Nachrichten. Ziegelbauers hist. Lit. ord. S. Bened. B. IV. Kobolts M. S.


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