Andreas Christian Eschenbach (GND 128995882)

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Daten
Nachname Eschenbach
Vorname Andreas Christian
GND 128995882
( DNB )
Wirkungsgebiet Wissenschaft, Religion

ESCHENBACH (Andreas Christian) Professor zu Nürnberg; gebohren den 24. März 1663 in der Nürnbergischen Vorstadt Wöhrd, wo sein Vater Christian Eschenbach Pastor war. Er studirte 12 Jahre lang am Gymnasium und am Auditorium zu Nürnberg, wo er sich in der lateinischen, griechischen, und hebräischen Sprache sehr auszeichnete, und dann mit reichen Vorkenntnissen die Universität zu Altdorf bezog. Hier verlegte er sich auf Philologie, Philosophie, Geschichte, Theologie, Civilrecht, und Medizin, hielt 1684 seine Inauguraldisputation De fabularum poeticarum sensu morali, wurde Magister, setzte dann seine Studien in Jena fort, und erhielt daselbst eine ausserordentliche Lehrstelle bei der philosophischen Fakultät. Im Jahr 1688 unternahm er eine Reise durch das nördliche Teutschland und durch Holland, und bekam nach seiner Zurückkunft in Altdorf das Amt eines Alumneninspektors, dann im J. 1694 zu Nürnberg am Gymnasium die Lehrstelle der Rhetorik, Poesie, Geschichte, und griechischen Sprache, und das Diakonat an der Frauenkirche, wozu noch im J. 4708 die Predigersstelle bei St. Clara kam. Er war zweimal verheurathet. In allen seinen Aemtern bewies er sich als einen gründlich gelehrten, thätigen, und redlichen Mann, und starb den 25. September 1722. Schriften:

Vergl. Will’s u. Nopitsch Nürnb. Gel. Lexikon B. I. S. 356.-- 362. u. B. V. S. 295. Jöcher’s Gel. Lexikon B. II. S. 395. Würfel’s Diptycha capellae B. Mariae. Nor. 1761. S. 59--61. Ladvocat’s Handwörterbuch B. I. S. 1260.

  1. 1. Thuris grana pii pectoris arae imposita. 4. Altd. 1684.
  2. 2. Disp. de poetis christianis sacris, graecis et latinis. 4. ib. 1685.
  3. 3. De consecratis gentilium lucis. 4. Jenae 1686.
  4. 4. Diss. de praecipuis veterum criticorum σημειῶσιυ ibid. 1687.
  5. 5. Orphei Argunautica, hymni, et de lapidibus, curante A. C. Eschenbach, cum ejusdem ad Argonautica notis et emendationibus. Accedunt H. Stephani et Jos. Scaligeri notae. 8. Traj. ad Rh. 1689.
  6. 6. Disp. de scribis veterum Romanorum. Jenae 1687.
  7. 7. De symposiis sapientum. ib. eod.
  8. 8. De unctionibus gentilium. ib. eod.
  9. 9. De igne Augustis praelato. 4. Altdorf. 1692.
  10. 10. De auguriis veterum. ib. eod.
  11. 11. Orphei de terrae motibus catalecton, secundum manuscr. bibliotbecae Laurentiano -- Mediceae. 4. 1691.
  12. 12. Matthaei Denarii de graecae linquae particularis liber. 8. Norimb. 1700.
  13. 13. Epigenes de poesi orphica, in priscis orphicorum carminum memorias liber commentarius. 4. ib. 1702.
  14. 14. Alix vernünftige Betrachtungen über die heil. Schrift; aus dem Französischen übersetzt. 2 Theile. eb. 1702.
  15. 15. Alb. Ferd. comitis Marsiglii Dissert. epist. de phosphoro minerali, seu lapide luminoso Bononiensi, ad viros illustres et claros collectores actorum erudit. Lips. juxta exemplar Lipsiense impressum 1698. reproducta editio melior et auctior, adiecta versione latina. ib. 4. 1702.
  16. 16. Dissertationes academicac et orationes binae, altera inaug. de imminente barbarie literarum declinanda, altera in funere Car, Welseri duumviri. 8. Nor. 1705.
  17. 17. Handleitung zum wahren Christenthum. 1712.
  18. 18. Betrachtung des Endes, enthaltend I. einige Predigten, so von den letzten Dingen handeln. II. seinen von ihm selbst aufgesetzten Lebenslauf. III. einige Lebensregeln, die er seiner Tochter vorgeschrieben. 8. Nürnberg. 1729.
  19. 19. Mehrere einzelne Reden und Programmen.
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